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Aischylos, "Die Orestie", Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 26. September 2009 | 19 Uhr | Großes Haus

Anschl. Dionysos-Fest im Unteren Foyer

 

Drei Tragödien, drei Regisseure, 80 Würzburgerinnen und Würzburger als Bürgerchor und ein selbst entwickeltes Satyrspiel – Aischylos’ Tragödientrilogie „Die Orestie“ aus dem Jahr 458 v. Chr. eröffnet die Spielzeit 2009/10 im Schauspiel als umfassendes Projekt.

Nach Ende des Trojanischen Krieges kehrt Agamemnon mit der trojanischen Seherin Kassandra in seine Heimat zurück. Dort erwartet ihn seine Frau Klytaimnestra, die gemeinsam mit ihrem Liebhaber Aigisthos blutige Rache dafür nimmt, dass Agamemnon ihre Tochter Iphigenie den Göttern opferte. Nun dürstet Elektra, die andere Tochter, nach Rache an der Mutter. Als Jahre später der in der Fremde aufgewachsene Sohn Orest zurück kehrt, sieht sie ihre Hoffnung erfüllt: Er kommt im Auftrag des Gottes Apollon, um den Tod des Vaters zu rächen.

Erinnyen verfolgen fortan den Muttermörder. Orest sucht Zuflucht bei der Göttin Athene. Diese beruft endlich das höchste Strafgericht Athens ein: den Areopag… Das Prinzip der sich ständig erneuernden Blutrache ist durchbrochen, die demokratische Rechtsprechung eingesetzt. Doch wie demokratisch ist diese Demokratie wirklich?...

 

„Die Orestie“ ist die einzige erhaltene antike Tragödientrilogie und umfasst drei verschiedene Stücke, die konsequenterweise in drei verschiedenen Inszenierungen präsentiert werden: „Agamemnon“ wird von Regisseur Stephan Suschke in Szene gesetzt, „Die Choephoren“ von Schauspieldirektor Bernhard Stengele und „Die Eumeniden“ von Intendant Hermann Schneider. Ein Bürgerchor aus knapp 80 Würzburgerinnen und Würzburgern macht „Die Orestie“, auch was die Anzahl der Beteiligten betrifft, zu einem Groß-Projekt. Wie in der Antike endet auch die Würzburger Inszenierung mit einem erheiternden Satyrspiel. Da das Original nicht erhalten ist, wird unter Anleitung von Anna Sjöström ein modernes Satyrspiel erarbeitet, das die Inhalte der Tragödien ironisch und komisch auf die Spitze treibt.

 

Das Projekt wurde wissenschaftlich unterstützt von Prof. Dr. Ulrich Sinn, Lehrstuhlinhaber für Klassische Archäologie an der Universität Würzburg und Leiter des Martin von Wagner-Museums-Würzburg, der das Schauspielensemble auf einer einwöchigen Recherche-Reise an die antiken Schauplätze der „Orestie“ führte.

 

Folgende Begleitprojekte ergänzen das „Orestie“-Projekt:

Die Sonderausstellung „Morde, Rache und Versöhnung“ im Martin von Wagner-Museum Würzburg, die Tagung „Tun, Leiden, Lernen“ in Kooperation mit der Kath. Domschule Würzburg (Termin: 10.10.2009) sowie eine Ringvorlesung im Wintersemester 2009/10 in Kooperation mit der Universität Würzburg.

 

Aischylos

Die Orestie

 

Inszenierung: Stephan Suschke,

Bernhard Stengele,

Hermann Schneider,

Anna Sjöström

Bühne: Stephan Prattes

Kostüme: Hella Bünte

Sigrid Brüninghoff

Irina Bartels

Dramaturgie: Petra Paschinger

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Ulrich Sinn

 

I. Agamemnon

Deutsch von J.C. Donner

 

Inszenierung: Stephan Suschke

Bühne: Stephan Prattes

Kostüme: Hella Bünte

Video: Kai Christian Moritz

Choreinstudierung: Kai Markus Brecklinghaus

 

Klytaimnestra: Maria Brendel

Agamemnon: Klaus Müller-Beck

Kassandra: Anne Simmering

Aighistos: Kai Christian Moritz

Wächter: Max De Nil

Herold: Philipp Reinheimer

Chor(führer): Kai Markus Brecklinghaus

Chor: Herren des Bürgerchors

 

II. Die Choephoren

Deutsch von Peter Stein

 

Inszenierung: Bernhard Stengele

Bühne: Stephan Prattes

Kostüme: Sigrid Brüninghoff

Video: Kai Christian Moritz

Choreinstudierung: Kai Christian Moritz / Anna Sjöström

 

Klytaimnestra: Maria Brendel

Elektra: Anne Diemer

Orest: Christian Manuel Oliveira

Aigisthos: Kai Christian Moritz

Pylades: Issaka Zoungrana

Diener/Amme: Rainer Appel / Max De Nil

Chorführerin: Anna Sjöström

Chor: Damen des Bürgerchors

 

III. Die Eumeniden

Deutsch von Karl Gustav Vollmöller

 

Inszenierung: Hermann Schneider

Bühne: Stephan Prattes

Kostüme: Irina Bartels

Choreinstudierung: Anne Simmering

 

Athene: Edith Abels

Apoll: Kai Markus Brecklinghaus

Orest: Christian Manuel Oliveira

Klytaimnestras Schatten: Maria Brendel

Herold: Issaka Zoungrana

Pythia: Edith Abels

Chorführerin: Anne Simmering

Chor der Erinnyen: Anne Diemer, Anne Simmering,

Kai Christian Moritz,Klaus Müller-Beck

Chor: Bürgerchor

 

IV. Satyrspiel

 

Spielleitung: Anna Sjöström

Ausstattung: Stefanie Denk

 

Mit: Ensemblemitgliedern

 

Bürgerchor:

Hanne Amsel, Martina Apel, Michael Apel, Fabian Bader, Ursula Basler-Petsch, Christine Bauer, Barbara Beckmann, Christel Blank, Hans-Martin Blank, Stephan Bossle, Katrin Brückner, Ulrike Christoph, Gabi Dauerer, Steffi Duschl, Brigitte Englmaier, Dr. Rupert Englmaier, Christina Fladda, Nina Förster, Waltraud Forster, Madleen Fox, Gesa Franke, Marion Fromm, Elisabeth Genser, Franz-Peter Genser, Maria Genter, Susanne Grimm, Gudrun Grundner, Dr. Wolfram Hartung, Rita Heeg, Andrea Heiligenthal, Felix Hemberger, Philipp Hesse, Larissa Ivanova, Gertraud Jesberger, Edith Kasamas, Volker Kauczok, Monika Kees, Hanna Knöppel, Beate Köhler, Dr. Bärbel Kleine, Jutta Kufner, Kerstin Lauterbach, Maria-Theresia Lillge, Edeltraud Linkesch, Christoph Mansky, Martin Menner, Elisabeth Nickel, Ulrike Reible, Jutta Rülander, Monika Rummel, Renate Saha, Ursula Sappok, Silvia Schad, Susann Scharrer, Melanie Schmidt, Antonia Schmitt, Theresa Schmitt, Claudia Schneider, Hans-Jürgen Schreckling, Lisa Schrems, Hannelore Schreyer, Hans-Dieter Schreyer, Gaby Segert, Hannelore Siegler, Gerhard Siegler, Dr. Friederike Sinn, Christiane Sonnenberg, Michaela Sopp, Reinhold Stauder, Marion Stöhr, Viola Theis, Michaela Thiel, Katharina Völker, Sabine Voß, Gabriella Wehr, Rosemarie Weitze, Eva Winzlmaier, Dr. Gisela Wohlleben, Lothar Wolz, Zellfelder-Flecken.

 

 

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