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»Wozzeck« von Manfred Gurlitt, Musikalische Tragödie nach dem Dramenfragment »Woyzeck« von Georg Büchner - Oldenburgisches Staatstheater

Die Premiere findet am Freitag, den 29. Mai um 19:30 Uhr im Großen Haus statt.

Zum 100. Jubiläum der Uraufführung wird Manfred Gurlitts »Wozzeck« zurück auf die Bühne gebracht – ein Werk, das nur sehr selten zur Aufführung kommt. Zeitgleich mit Alban Bergs bekannter Version entstanden, erzählt Gurlitts Oper dieselbe Geschichte nach Georg Büchners eindrücklicher Vorlage, aber in seiner ganz eigenen musikalischen Sprache.

© Stephan Walzl

Im Mittelpunkt steht der Soldat Wozzeck, der von allen Seiten unter Druck gerät: von seinem Hauptmann gedemütigt, von einem Arzt als Versuchsperson missbraucht – und das alles nur, um seine kleine Familie irgendwie durchzubringen. Marie, die mit ihm und einem unehelichen Kind in bitterer Armut lebt, sieht keinen Ausweg mehr aus ihrem tristen Alltag. Ihre Entscheidung, sich auf die Avancen des Tambourmajors einzulassen, bringt alles ins Wanken – mit tragischem Ausgang.

Was als leises Kammerspiel beginnt, entwickelt sich unaufhaltsam zu einer Tragödie mit erschütterndem Ausgang – vom Komponisten in kurzen Szenen atemlos auf den tragischen Höhepunkt zusteuernd. Anders als Berg erhält Gurlitt den Fragmentcharakter der Büchner-Vorlage, „nimmt sie trocken und brüchig wie sie sind, und setzt sie unmittelbar in Töne um“ (Universal Edition AG). Gurlitts Musik zeichnet diese Welt schonungslos: roh, unmittelbar und psychologisch fein. Die Inszenierung von Generalintendant Georg Heckel folgt dieser Klarheit. An ausgewählten Momenten öffnen musikalische Ergänzungen aus Bergs »Wozzeck« neue Perspektiven auf das Innenleben der Figuren. 

Ergänzt um Perspektiven aus »Wozzeck« von Alban Berg

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie: Georg Heckel
Bühne und Kostüme: Timo Dentlerund Okarina Peter
Studienleitung: Paul Plummer
Licht: Steff Flächsenhaar
Dramaturgie: Anna Neudert

Wozzeck:Arthur Bruce
Marie:Stephanie Hershaw
Hauptmann:Chanhee Cho /Aksel Daveyan
Doktor: Johannes Leander Maas
Andres:Seumas Begg
Tambourmajor: KS Paul Brady
Margaret / alte Frau:Dorothee Bienert
Krämer: Benjamin Park
Ein Mädchen: Clara Capperucci / Charlotte Rabbels
Erster Bürger: Volker Röhnert
Zweiter Bürger: Sandro Monti
Sopran: Xueli Zhou
Maries Kinder: Jakob Heckel / Denys Salo

Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Kinder- und Jugendchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Wozzeck

von Manfred Gurlitt

Musikalische Tragödie in 18 Szenen und 1 Epilog
Nach dem Dramenfragment »Woyzeck« von Georg Büchner
Ergänzt um Perspektiven aus »Wozzeck« von Alban Berg

Zum 100. Jubiläum der Uraufführung bringen wir Manfred Gurlitts »Wozzeck« zurück auf die Bühne – ein Werk, das nur sehr selten zur Aufführung kommt. Zeitgleich mit Alban Bergs bekannter Version entstanden, erzählt Gurlitts Oper dieselbe Geschichte nach Georg Büchners eindrücklicher Vorlage, aber in seiner ganz eigenen musikalischen Sprache.

Im Mittelpunkt steht der Soldat Wozzeck, der von allen Seiten unter Druck gerät: von seinem Hauptmann gedemütigt, von einem Arzt als Versuchsperson missbraucht – und das alles nur, um seine kleine Familie irgendwie durchzubringen. Marie, die mit ihm und einem unehelichen Kind in bitterer Armut lebt, sieht keinen Ausweg mehr aus ihrem tristen Alltag. Ihre Entscheidung, sich auf die Avancen des Tambourmajors einzulassen, bringt alles ins Wanken – mit tragischem Ausgang.

Was als leises Kammerspiel beginnt, entwickelt sich unaufhaltsam zu einer Tragödie mit erschütterndem Ausgang – vom Komponisten in kurzen Szenen atemlos auf den tragischen Höhepunkt zusteuernd. Anders als Berg erhält Gurlitt den Fragmentcharakter der Büchner-Vorlage, „nimmt sie trocken und brüchig wie sie sind, und setzt sie unmittelbar in Töne um“ (Universal Edition AG). Gurlitts Musik zeichnet diese Welt schonungslos: roh, unmittelbar und psychologisch fein. Die Inszenierung von Generalintendant Georg Heckel folgt dieser Klarheit. An ausgewählten Momenten öffnen musikalische Ergänzungen aus Bergs »Wozzeck« neue Perspektiven auf das Innenleben der Figuren. 

Fr 29.5. 19:30 Uhr
Fr 5.6. 19:30 Uhr
Sa 13.6. 19:30 Uhr
Fr 19.6. 19:30 Uhr
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit: Di 23.6. 19:30 Uhr

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