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WOYZECK von Georg Büchner in Wien

12.02.2007

Premiere Montag, 19. Februar 2007, 20 h

im Theater SPIELRAUM, Kaiserstraße 46, 1070 Wien.

“Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?” Der einfache Soldat Woyzeck ersticht seine Geliebte Marie, die ihn betrogen hat. Nach einem historischen Fall schrieb Büchner sein Dramenfragment über den Mörder, den Täter Woyzeck. Doch Woyzeck ist nicht nur Täter, sondern vor allem Opfer.

Mit ihm, so schreibt Elias Canetti, sei Büchner. “der vollkommenste Umsturz in der Literatur gelungen: die Entdeckung des Geringen”. In der Figur Woyzecks betritt der Arme, der als Soldat und Bediensteter zu wissenschaftlicher Demonstrationen missbraucht wird, und der Kranke, von Wahnvorstellungen Gehetzte, die Bühne.

Das Theater SPIELRAUM bringt die Premiere von Georg Büchners Dramenfragment just am 170. Todestag des Dichters heraus. Gerhard Werdekers Inszenierung betont die Kontraste zwischen einer absterbenden, morbiden alten Welt und der sinnlichen Vitalität der Jungen, die Marie in die Arme des Tambourmajors treibt. Woyzeck ist in dieser Deutung kein genialischer  Psychopath, wie man ihn von Klaus Kinski in Werner Herzogs Verfilmung in Erinnerung hat, sondern ein gewöhnlicher, proletarischer Mensch, den die Zwänge seines Lebens erdrücken.

Inszenierung: Gerhard Werdeker
Kostüme: Martina Berger

mit Tristan Jorde, Eszter Hollosi, Daniela Ilian, Harald Ruppert u.a.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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