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WALLENSTEIN – von Friedrich Schiller im THEATER TIEFROT Köln

13.10.2006

Premiere: 20.10.06 um 20.00h, Dagobertstr. 32.

„Es macht mir Freude, meine Macht zu kennen. Ob ich sie wirklich brauchen werde, davon, denk ich, weißt du nicht mehr zu sagen als ein anderer.“ So beschreibt Wallenstein, was ihn treibt – und sein Dilemma.

Er hat die Macht, zu binden und zu lösen, doch er tut es nicht. Warum? Ist er ein Spieler, der sich alle Möglichkeiten offen halten will? Ist die Macht ihm Selbstzweck geworden, hat er seinen Auftrag, sein Ziel verloren? Ist er nur ein feiger Zauderer? Oder vielleicht alles zusammen?

Als Machthaber, als Politiker, dem es in erster Linie um die Festigung seiner Position, um die Erhaltung seiner Macht und seiner Möglichkeiten geht, ist dieser Wallenstein eine erschreckend moderne Figur. Was treibt einen solchen Menschen? Was passiert mit denjenigen in seiner Nähe? Denjenigen, die ihn bewundern, die ihn respektieren, die ihn ablehnen? Die versuchen, ihn zur Figur in ihrem eigenen Spiel zu machen?

Das alles ist Stoff für einen Polit-Krimi vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges. Eines Krieges, an dessen Ende auf deutschem Boden nur noch halb so viel Menschen lebten wie zu seinem Beginn. Ab dem 20. Oktober im THEATER TIEFROT.

Mit Volker Lippmann, Peter Penewsky, Miklos Horvath, Marc Zabinski, Janosch Roloff, Gabriele Kosack, Franziska Schwidom.

Regie: Günter Overmann

Weitere Termine: 21., 22., 25., 26., 27. + 28.10

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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