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VERGESSENE UND VERBOTENE THEATERSTÜCKE DER DDR: DIE TAGE DER COMMUNE von Bertolt Brecht - Berliner Ensemble

30.03.2016

DDR-Dramatik 32: Montag, den 4. April 2016, um 19.30 Uhr, auf der Probebühne des BE. -----

Als Bertolt Brecht nach Kriegsende aus dem amerikanischen Exil, wohin er vor den Nazis geflüchtet war, zurückkehrte, plante er ursprünglich, seine Arbeit in Berlin mit einer Uraufführung zu beginnen. Sein neuestes Stück DIE TAGE DER COMMUNE sollte 1949 die Eröffnungspremiere für seine neue Theatertruppe BERLINER ENSEMBLE sein.

Doch Brecht entschied sich um. Plötzlich schien ihm das Historiendrama vom Aufstand der Pariser Arbeiter im Jahre 1871 für die junge DDR nicht mehr opportun zu sein, weil "es eine Machtübernahme durch die Niederen zeigte, bei der eine Partei keine führende Rolle spielte." (Klaus Völker)

In der Tat warf die Kulturpolitik dem Stück "subjektivistische und defätistische Tendenzen" vor. Erst sieben Jahre später, in Brechts Todesjahr, kam es zur Ur-Aufführung in Karl-Marx-Stadt, die schnell wieder abgesetzt wurde. Erst 1962 wurde das Stück dann im BERLINER ENSEMBLE aufgeführt.

Brecht entwarf ein vielschichtiges Panorama der historischen Ereignisse, in denen viele Personen aus allen sozialen Schichten agierten.

Es lesen: Annemarie Brüntjen, Claudia Burckhardt, Anke Engelsmann, Traute Hoess, Karla Sengteller,

Ursula Höpfner-Tabori, Nadine Kiesewalter; Hermann Beil, Raphael Dwinger, Roman Kaminski, Michael Kinkel, Detlef Lutz, Matthias Mosbach, Joachim Nimtz, Uli Pleßmann, Stephan Schäfer, Luca Schaub, Marko Schmidt, Martin Schneider, Veit Schubert, Martin Seifert, Norbert Stöß, Felix Strobel, Jörg Thieme, Georgios Tsivanoglou, Felix Tittel, Axel Werner und Thomas Wittmann

Tobias Schwencke (Klavier)

Leitung: Manfred Karge, Hermann Wündrich

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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