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URAUFFÜHRUNG: "Penelope" von Elmar Goerden nach Homer im Theater Bern

Premiere 25. Februar 2017, Vidmar 1. -----

Zwanzig Jahre bleibt sie allein als Königin von Ithaka, zieht ihren Sohn Telemach auf und bangt um die Rückkehr Odysseus’, ihres Mannes. Ein halbes Leben im Wechsel zwischen Zweifel, Drangsal, Überforderung und Stolz.

Zwanzig Jahre, die nicht nur ihre Jugend vorbeiziehen liessen, sondern auch ihre ursprüngliche Gewissheit, dass ihr Leiden an Einsamkeit, Bedrohung und Verlust eine Ende haben würde. Bedrängt von machtversessenen Männern, betrogen von missgünstigen Mägden und sogar beargwöhnt von denen, die ihr noch wohlwollen, verlebt Penelope ihre Jahre am Hofe, webt des Tags ein Leichentuch für ihren Schwiegervater und trennt es des Nachts wieder auf, während Telemach heranwächst und damit die Gefahr, dass seine Mutter einem ihrer Freier wird nachgebenm müssen.

 

Elmar Goerden entnimmt diese Geschichte aus Homers Odyssee und befragt sie nach ihrer modernen Bedeutung: ein weiblicher Schicksalskonflikt zwischen treuem Ehedasein und Mutterschaft? Damit allein wird Penelope nicht Königin geblieben sein können.

 

Regie

Elmar Goerden wurde 1963 in Viersen am Niederrhein geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Anglistik und Theaterwissenschaft in Köln, England und New York, wo er 1988 mit einem Master of Arts abschloss. Nach seinem Studium assistierte er an der Berliner Schaubühne bei Regisseuren wie Andrea Breth, Luc Bondy, Robert Wilson und Peter Stein. Von 1995 bis 2000 war Elmar Goerden Hauregisseur am Staatstheater Stuttgart. Seine dortigen Inszenierungen, Karl Philipp Moritz' Blunt oder Der Gast und Tschechows Iwanow, wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Von 2001 bis 2004 war er Oberspielleiter am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Bei den Salzburger Festspielen 2004 zeigte er Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O'Neill. Von 2005 bis 2010 war Elmar Goerden Intendant am Schauspielhaus Bochum. Es folgten die Operninszenierungen Le Nozze di Figaro von Mozart (2010) – im Sommer 2013 auf Gastspiel-Tournee in Japan –, Wozzeck von Alban Berg (2011) und Manon von Massenet (2013) am Theater Basel. Seine Inszenierung von Ibsens John

Gabriel Borkman am Wiener Theater in der Josefstadt (2012) wurde in der Kategorie Beste Regie für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. Neben seinen Inszenierungen arbeitet Elmar Goerden seit vielen Jahren als bildender Künstler. Er war Malerei-Stipendiat der Akademie Schloss Solitude sowie Gast der bedeutenden Villa Massimo in Rom. Mit Penelope feirt Elmar Goerden seinen Regieeinstand am Konzert Theater Bern.

 

Regie Elmar Goerden

Bühne Sylvia Merlo & Ulf Stengl

Kostüme Lydia Kirchleitner

Dramaturgie Sophie-Thérèse Krempl

 

Penelope Mariananda Schempp

Odysseus Stéphane Maeder

Tochter Milva Stark

Sohn Nico Delpy

 

Weitere Vorstellungen 01., 04., 11., 16., 21., 24. Mrz | 27. Apr | 06., 19., 21. Mai | 09., 14. Jun 2017

 

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