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Uraufführung: "Das Telefonbuch von Hamburg. Opera vocis longiquae" im Schauspielhaus Hamburg

21.09.2006

Premiere am 29.9. um 20 Uhr auf der Bühne des Großen Hauses.

Es geht um die Bibel der Kommunikationsgesellschaft. Hier soll das Telefonbuch als literarisches Dokument gewürdigt und für das Theater entdeckt werden.

Kein literarisches Werk ist dem Telefonbuch vergleichbar. Bitte legen Sie nicht auf!

Das Telefonbuch bewegt sich ganz auf der Höhe zeitgenössischen Erzählens, hält eigensinnig am Individuum als Träger der Kommunikation fest und sucht gleichzeitig die Welt dokumentarisch zu fassen, indem es sich nicht auf einige Vertreter der Gattung beschränkt, sondern tatsächlich Totalität meint: uns alle. Welche Radikalität auch, auf dem jeweiligen Höhepunkt den Text in eine reine Ziffernfolge umschlagen zu lassen. Hier kommt, unter literarischen Gesichtspunkten betrachtet, die Gegenwart ganz zu sich selbst. Welch ein geniales Ineins von Weltläufigkeit universaler Gültigkeit und lokaler Detailgenauigkeit! Kein literarisches Werk ist dem Telefonbuch vergleichbar.

Regie: Philip Tiedemann / Bühne: Etienne Pluss / Kostüme: Etienne Pluss, Christin Treunert / Musik: Jörg Gollasch / Dramaturgie: Florian Vogel

Es spielen: Gernot Grünewald, Claudia Jahn, Uli Pleßmann, Anne Schieber, Maja Schöne, Kai Schumann, Jürgen Uter. Bühnenmusiker: Matthias Trippner

Karten: Telefon 040. 24871-3 (mo-sa, 10-19 Uhr) oder online buchen unter www.schauspielhaus.de

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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