Eines Tages aber bricht in Huberts Leben Alex ein. Der ist Anfang 20 und muss bei dem Alten Sozialstunden abreißen, weil er ein Motorboot geklaut und es gegen eine Kaimauer gesetzt hat. Seitdem sitzt das Mädchen, dem Alex mit der Spritztour imponieren wollte, im Rollstuhl, und er hat ständig Kopfschmerzen. Hubert ist von dem Besuch so wenig begeistert, wie Alex davon, für Hubert den Staubsauger zu schwingen – vor allem, weil das so unmännlich ist.
Mit der Zeit nehmen Huberts Macken zu, und irgendwann verschieben sich die Realitäten: Ist dem Alten eigentlich klar, dass Paul nur ein Stoffpapagei ist? Hat er tatsächlich früher als Matrose angeheuert? Und gibt es dieses Batang eigentlich wirklich? Irgendwann kriegt er die einfachsten Dinge des Alltags nicht mehr geregelt und Alex wird klar, dass Hubert die letzte große Reise in seinem Leben längst angetreten hat. Einmal noch, nur einmal möchte Hubert nach Batang und Alex würde ihm so gern dabei helfen. Doch die Zeit wird immer knapper – und zwar nicht nur für seinen alten Freund ...
In Bis nach Batang! verarbeitet Autor Christian Gundlach ohne Pathos und sprachlich unprätentiös seine Erfahrungen mit der Demenzerkrankung seines Großvaters. Die Stärke des Stücks liegt darin, dass es nicht bewertet, sondern zur Diskussion um die Auswirkungen einer immer älter werdenden Gesellschaft anregt.
Inszenierung Peter Kirschke
Bühne und Kostüme Jürgen Höth
Dramaturgie Bernhard Krebs
Mit Harald Gieche, Nils Zapfe
Weitere Termine im November: 29.11.

