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Uraufführung: "Revolution ist machbar, Herr Nachbar!", Ein Abend über 1968 und die Getty-Zwillinge von Rainald Grebe -STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Die Kasseläner Zwillinge Jutta und Gisela treibt es raus aus der Provinz, bestenfalls direkt in die Geschichtsbücher — oder wenigstens in die Boulevardpresse. Im Trubel der 68er-Revolte zieht es das jugendliche Schwesternpaar vom Avantgardefilm in revolutionäre Zellen nach Bochum und Berlin.

© Katrin Ribbe

Nach kurzlebigen Ehen landen sie plötzlich in Rom, begegnen Filmgrößen wie Federico Fellini und verwickeln sich in ein spektakuläres Geiseldrama mit der italienischen Mafia um Paul Getty III, einen Enkel des damals reichsten Mannes der Welt. Sie nehmen alle verfügbaren Drogen und treffen in Hollywood auf Bob Dylan. Sie meistern die Selbstinszenierung als It-Girls der 68er, bevor sie mit Rainer Langhans im sogenannten Harem „den Marsch durch die inneren Institutionen“ antreten, um sterben zu lernen.

Liedermacher und Kabarettist Rainald Grebe adaptierte dieses biografische Roadmovie für die Bühne und bringt so die Zwillinge wieder zurück nach Kassel. In der Regie von Tom Kühnel, der auch den Kasseler Publikumserfolg Die Hebamme inszeniert hat, spürt das Ensemble nach, was übrigbleibt von der gescheiterten Weltrevolution einer sterbenden Generation. 

In Kooperation mit Prof. Jan Peters und dem Seminar Film und bewegtes Bild der Kunsthochschule Kassel.

Regie: Tom Kühnel, Bühne: Jürgen Lier, Kostüme und Objekte: Janna Skroblin

Musik: Jens-Karsten Stoll, Licht: Brigitta Hüttmann, Video: Lorenz Dauber, Projektidee: Patricia Nickel-Dönicke, Dramaturgie: Alexander Olbrich, Felix Linsmeier

 Mit: Jens-Karsten Stoll (Live-Musik), Günther Harder, Hagen Oechel, Justin Hibbeler, Emilia Reichenbach, Annalena Haering

Nächste Termine: Di 9. Juni, 19:30 Uhr, Do 11. Juni, 19:30 Uhr, Fr 19. Juni, 19:30 Uhr u.v.m.

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