Bereits bei ihrem Eintreffen sieht sie Blut fliessen. Kurze Zeit später sind sie und Agamemnon tot.
Die zeitlose Geschichte, die der antike Mythos um die Atriden erzählt, funktioniert seit jeher als Spiegel der Menschheit. Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino gestaltet auf Grundlage des ersten Teils von Aischylos’ Orestie eine packende, atmosphärisch dichte Oper, stets auf der Suche nach den Widersprüchen, die alle Zeiten prägen. Während das Schauspiel Bern in seiner Fassung mit Blick auf Aischylos’ gesamten Text dem Kreislauf von Mord und Rache und den Ursprüngen der Demokratie auf den Grund geht, stellt Sciarrino den Heimkehrer Agamemnon ins Zentrum und mit ihm die Frage, wie ein Leben überhaupt möglich ist in einer Welt, die geprägt ist durch Krieg, Verwüstung und von Traumata gezeichnete Menschen. An der Oper Bern wird die Uraufführung von David Hermann inszeniert.
Libretto von Fabio Casadei Turroni und Salvatore Sciarrino nach Aischylos’ Die Orestie
Musikalische Leitung Clément Lonca
Regie David Hermann
Bühne Bettina Meyer
Kostüme Axel Aust
Choreografie Jean-Philippe Guilois
Licht Bernhard Bieri
Chordirektor Zsolt Czetner
Dramaturgie Rebekka Meyer
Mit Evgenia Asanova, Ian Matthew Castro, Angela Goßmann, Jonathan Loosli, Isabelle Menke & Christian Valle.


