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Uraufführung: "L'Agamennone", Oper von Salvatore Sciarrino - Bühnen Bern

Premiere am Samstag, 30. Mai 2026, 19:30 Uhr im Stadttheater Bern

Es ist ein veritabler Coup! Der Grossmeister der Italieni­schen Gegenwartsoper überträgt die Uraufführung seines neuesten Antiken­-Werks der Oper Bern: Da blitzt es auf in der Dunkelheit, das Feuersignal am Horizont, das die Ankunft Agamemnons in seiner Heimat ankündigt. Der König kehrt zwar siegreich aus dem Trojanischen Krieg wieder, jedoch als gebrochener Mann. Als Kriegsbeute bringt Agamemnon Kassandra mit, die Prophetin, deren Visionen nie jemand Glauben schenkt.

© Tanja Dorendorf

Bereits bei ihrem Eintreffen sieht sie Blut fliessen. Kurze Zeit später sind sie und Agamemnon tot.

Die zeitlose Geschichte, die der antike Mythos um die Atriden erzählt, funktioniert seit jeher als Spiegel der Menschheit. Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino gestaltet auf Grundlage des ersten Teils von Aischylos’ Orestie eine packende, atmosphärisch dichte Oper, stets auf der Suche nach den Widersprüchen, die alle Zeiten prägen. Während das Schauspiel Bern in seiner Fassung mit Blick auf Aischylos’ gesamten Text dem Kreislauf von Mord und Rache und den Ursprüngen der Demokratie auf den Grund geht, stellt Sciarrino den Heimkehrer Agamemnon ins Zentrum und mit ihm die Frage, wie ein Leben überhaupt möglich ist in einer Welt, die geprägt ist durch Krieg, Verwüstung und von Traumata gezeichnete Menschen. An der Oper Bern wird die Uraufführung von David Hermann inszeniert.

Libretto von Fabio Casadei Turroni und Salvatore Sciarrino nach Aischylos’ Die Orestie

Musikalische Leitung Clément Lonca 
Regie David Hermann 
Bühne Bettina Meyer 
Kostüme Axel Aust 
Choreografie Jean-Philippe Guilois 
Licht Bernhard Bieri 
Chordirektor Zsolt Czetner 
Dramaturgie Rebekka Meyer 

Mit Evgenia Asanova, Ian Matthew Castro, Angela Goßmann, Jonathan Loosli, Isabelle Menke & Christian Valle.

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