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Uraufführung: "Furien des Erinnerns" von und mit Frl. Wunder AG - Schauspiel Hannover

Premiere Sa, 11.01.2020 / 19:30 Uhr, Ballhof Zwei

08.01.2020

Kennen Sie den Namen Ihrer Ur-Großmutter? Was hat sie gearbeitet? Welche Künstlerinnen fand sie interessant? Welche finden Sie interessant? Welche Künstlerinnen würden Sie Ihrer Mutter empfehlen? Mit welchen wurden Sie während Schule und Studium bekannt gemacht? Können Sie uns zehn historisch bedeutende Künstlerinnen aufzählen? Kennen Sie zufällig Elsa von Freytag-Loringhoven, Katharina Schratt oder Loïe Fuller? Ja? Nein? Dabei haben sie Kunst, Popkultur und Technik entscheidend beeinflusst. Gibt es vielleicht eine soziale Mechanik des Vergessens, die dazu führt, dass Künstlerinnen häufiger vergessen werden als ihre männlichen Kollegen?

© Kerstin Schomburg

„Es wird sich nur dauerhaft etwas ändern, indem wir Geschichte schreiben und die Archive neu aufstellen, um an unsere Kinder und Enkel weiterzugeben, dass Frauen in der Geschichte der Kunst präsent waren“, fordert die Kunsthistorikerin Camille Morineau.

Die Frl. Wunder AG nimmt das zum Anlass, die (Kunst-)Geschichte einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Das Ergebnis ihrer theatralen Spurensuche ist eine Revue der Erinnerungen, die das Leben und Wirken von neun besonderen Künstlerinnen beleuchtet und auf die Mechanismen von Erinnern und Vergessen aufmerksam macht.
Das Theaterkollektiv Frl. Wunder AG inszeniert seit 2004 Magic Moments visionärer Gesellschaftsmodelle und Alltagsutopien. Ihre Stückentwicklungen basieren auf künstlerischer Feldforschung und (auto-)biografischen Reflexionen.

Regie Frl. Wunder AG
Bühne und Kostüme För Künkel
Video Moritz Küstner
Dramaturgie Hannes Oppermann

Anne Bonfert Sabrina Ceesay Alrun Hofert Verena Lobert Svenja Wolff Marleen Wolter

Fr, 24.01.2020 / 19:30 Uhr Ballhof Zwei / anschließend Publikumsgespräch mit Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Hannover
Sa, 25.01.2020 / 19:30 Uhr Ballhof Zwei
So, 16.02.2020 / 19:00 Uhr Ballhof Zwei / Einführung 18:15 Uhr / anschließend Publikumsgespräch mit Gudrun von Alten, AWO Jugendwerkstatt Nadelöhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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