Und es spricht: Rolf Dieter Brinkmann! Enfant terrible des bundesdeutschen Literaturbetriebs, überfahren von rechts als er nach links sah. Was als Nachdenken über das eigene Leben beginnt, wird bald zum wütenden Flanieren eines jungen Mannes durch die Straßen Kölns: den westdeutschen Nachkriegsmuff im Visier, bewaffnet mit einem Tonbandgerät. Sein steter Begleiter ist sein eigenwilliger poetischer Geist. In ausufernden Hasskaskaden hält Brinkmann die Schrecklichkeit der Welt, der Stadt, der Straße mit einem teuflischen Lachen fest – in kantiger Schönheit.
DIE WÖRTER SIND BÖSE ist der Titel eines WDR-Hörspiels von 1974, geschrieben, gesprochen und geschnitten von Brinkmann selbst. Regisseur und Bühnenbildner Wolfgang Menardi bringt diesen atemlosen Marsch durch das Köln der 70er Jahre auf die Bühne, bereichert durch Gedichte aus dem Werk Brinkmanns. Ein unbarmherziger Blick auf die Stadt Köln, voller Humor und gut versteckter Schönheit zwischen Betonbau und Fliesenboden.
- Regie Wolfgang Menardi
- Bühne Wolfgang Menardi
- Kostüm Jelena Miletić
- Komposition und Sounddesign Matteo Haitzmann
- Choreografie Mason Manning
- Videoart Jan Isaak Voges
- Ton Jakob Heisters
- Dramaturgie Lennart Göbel
- Mit Nikolaus Benda, Paul Grill, Lavinia Nowak, Uwe Schmieder und Birgit Unterweger
- Live-Musik Nico Stallmann
Weitere Termine sind am 22. Januar um 20 Uhr und am 22. Februar um 18.30 Uhr. Tickets gibt es an der Vorverkaufskasse in den Opernpassagen, unter www.splkln.de oder 0221/22128400.

