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Uraufführung: "Der eigene Tod" von Péter Nádas - Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Premiere am 10/11/2024 um 19.30 Uhr im MalerSaal

09.11.2024

Fast protokollarisch, präzis und poetisch beschreibt der preisgekrönte ungarische Autor Péter Nádas, was der Titel benennt: den eigenen Tod. Nur knapp überlebt er einen Herzinfarkt. Im Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits begegnet ihm „der/die/das Andere“ in sich. Sich selbst ganz entfremdet erfährt er das Erlöschen des Denkens – und sein Wiedereinsetzen. Nur Zusammenhang und Kontinuität zu allem, was bisher war, scheinen verloren. „Deine einstigen Erlebnisse schweben im All der Zeitlosigkeit als Schatten von Planeten mit dir.“

© Maris Eufinger

Wie die Person des Autors sich nicht mehr als Einheit erfährt, so verteilt sich der Text in der Regie von András Dömötör auf mehrere Spieler – ebenso die Elemente der Geschichte, die sich abgelöst haben aus jeder bisherigen Ordnung. Die Spieler, drei Männer unterschiedlichen Alters, bewegen sich tastend und anfangs fast orientierungslos im labyrinthischen Raum von Julia Oschatz, die den Malersaal als Gesamtkunstwerk neu erfunden hat. Die Teile des Raums geraten dabei selbst in Bewegung, setzen sich neu zusammen, werden anders verwendet und erfüllen auf einmal Funktionen, die ganz unvorhersehbar sind.

Deutsch von Heinrich Eisterer

Es spielen: Markus John, Matti Krause, Jan Thümer

Regie: András Dömötör  
Bühne: Julia Oschatz  
Kostüme: Jana Sophia Schweers  
Dramaturgie: Ralf Fiedler

Weitere Vorstellungen am 17/11 und 23/11, sowie am 1/12 im MalerSaal

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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