Zum 100-jährigen Jubiläum der Verabschiedung der Weimarer Verfassung und der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar entsteht der Ballettabend AUFBRUCH!, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar und des Stuttgarter Balletts. Im Auftrag von Ballettintendant Tamas Detrich lassen sich drei internationale ChoreographInnen von dem Aufbruchsjahr 1919 inspirieren.
Die Niederländerin Nanine Linning ist bekannt für ihre aparten, einzigartigen Gesamtkunstwerke, die eine Synthese aus Konzept, Tanz, bildender Kunst und Avantgarde Design bilden.
Die Polin Katarzyna Kozielska, die sich des klassischen Ballettvokabulars bedient, es aber mit eigenartigen, humorvollen Einfällen aufbricht, hat mit ihren hochästhetischen Stücken auf sich aufmerksam gemacht und gilt als Hoffnungsträgerin für eine neue Generation von Choreographinnen.
Der Rumäne Edward Clug ist derzeit einer der gefragtesten Choreographen Europas; seine intelligenten, am schmalen Grat zwischen Schönheit und Beklemmung entlang wandernden Stücke, lösen tiefgehende Emotionen und Gedankenströme bei ZuschauerInnen aus.
Drei AusnahmekünstlerInnen also, die aufbrechen, um dem Ausnahmejahr und -ort 1919/Weimar zu begegnen.
Uraufführung 1
Choreographie
Edward Clug
Musik
Milko Lazar, Steve Reich
Bühnenbild
Marko Japelj
Kostüme
Leo Kulaš
Uraufführung 2
Choreographie
Katarzyna Kozielska
Musik
Benjamin Magnin de Cagny
Bühnenbild und Kostüme
Katharina Schlipf
Licht
Katarzyna Kozielska, Adrian Groß
Uraufführung 3
Gesamtkonzept und Choreographie
Nanine Linning
Musik
Michael Gordon
Bühnenbild und Licht
Ingo Joos, Nanine Linning
Kostüme
Irina Shaposhnikova
Uraufführung: Ballettabend "Aufbruch! Eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar und des Stuttgarter Balletts in Stuttgart
Premiere 28.März 2019, 19.00 Uhr, Schauspielhaus Stuttgart
21.03.2019
Weimar 1919: Ein Ort und ein Jahr, die bis heute für Aufbruch und Fortschritt stehen. Ein Ort und ein Jahr, an und in dem alte Strukturen aufgebrochen wurden. 1919 wird in Weimar eine demokratische Verfassung, die unter anderem Grundrechte etabliert, Stände aufhebt sowie das Frauenwahlrecht einführt, beschlossen. Gleichzeitig gründen visionäre KünstlerInnen eine neue Schule, die Kunst und Handwerk vereinen will – und somit Form und Funktionalität – und die SchülerInnen unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft oder Rasse aufnehmen will. Beide Ereignisse prägen bis heute unser Verständnis von Demokratie und Kunst.


