Als von den Viehzüchtern ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird, lockt dies auch die Zwillinge Iris und Floyd an, denen für eine solche Jagd jede Erinnerung fehlt: "Den Zwillingen kam zu Ohren, dass in den Highlands ein Puma Schäfer attackierte." Alte Konflikte brechen zwischen den Geschwistern auf - und Iris beschließt, alleine loszureiten.
Da beginnt diese Geschichte über Überleben und Verrat, die den Leser nicht mehr loslässt. Durch Wind und Schnee zieht Iris ins Unbekannte, um zu den Hochmooren und den dort lebenden Torfstechern zu gelangen. Die Beschreibung des Tieres paart sich mit faszinierenden Landschaftsschilderungen: "Dusks' Wutgetöse dröhnte in Iris' Gehörgängen wie ein Wasserfall...Die Sonne stand tief, brannte sich in den Horizont...Sie spürte schon den Geschmack von salziger Luft auf den Lippen; sah vor sich die Bestien, die in den Wogen lebten, schrecklich und wunderschön, mit Rippen, stark wie Bäume, Leibern, groß wie Gasthäuser, Schlünden, geräumig wie Höhlen..."
Der Schluss kommt dann absolut überraschend: "Die Viehzücher hatten endlich bemerkt, was Iris mit ihrer Hand im Schilde führte, und griffen nach ihren Waffen. Einer der Männer schrie..." Zum Schluss platzt die Spannungsblase: "Dann trat sie zur Seite, hob den Riegel und riss die Käfigtür auf." Mit der unheimlichen Befreiung des Pumas endet dieser ungewöhnliche Roman. Der Leser kann sich seine eigene Geschichte hinzuerfinden! Der 1989 in Launceston geborene Autor arbeitet als Werbetexter.
Empfehlung.


