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Thomas Köcks „vendetta vendetta“ im Landestheater Detmold

Premiere: Samstag, 04.03.2023, 19:30 Uhr, Grabbe-Haus

Mit der modernen Rechtsreform verschwand die Rache aus unserer Welt. Von einem Tag auf den anderen wurde entschieden, dass Rache unrecht ist und dass nur Recht strafen darf. Also wurde die Rache in die Sphäre der Kunst verbannt. Wenn Rachegefühle aber ein archaisches Relikt der Vergangenheit sind, warum geistern die Geschichten über Rache und Opfer, die der Gewalt Einhalt gebieten sollen, noch immer unermüdlich durch unsere Mitte? Existiert die Rache seit ihrer Verbannung aus unserem Alltag unter dem Deckmantel des Rechts fort?

Thomas Köcks aus antiken mythologischen Fragmenten und zeitgenössischen Motiven komponierter Text führt die Geschichte des Rechts und die Geschichte der Polyphonie zusammen. Rachearien treffen auf kollektive Gesänge, Lucretia und Medea fragen sich, warum sie eigentlich seit Jahrhunderten die Drecksarbeit anderer Leute verrichten und während der Chor beharrlich gegen die Vereinzelung ansingt, stellt sich die Kunst augenzwinkernd selbst in Frage.

    Inszenierung Christina Gegenbauer
    Bühne, Kostüme Frank Albert
    Musik Nikolaj Efendi
    Dramaturgie Laura Friedrich
    Maske Kerstin Steinke
    Licht, Ton Patrick Engelke Dirk Pysall
     
    mit Manuela Stüßer Emanuel Weber Adrian Thomser

Vorstellungen: 9.3. / 11.3. / 14.3. / 19.3. / 22.3. / 30.3. / 31.3. / 15.4. / 2.6. / 9.6.2023

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