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Thema FAUST im Deutschen Theater in Göttingen

FAUST! DER TRAGöDIE ERSTER UND ZWEITER TEIL von Johann Wolfgang von Goethe,

Premiere Sa 28. September 2013, 19.00 Uhr, Lokhalle

und

FAUSTiN AND OUT, Sekundärdrama zu Goethes URFAUST von Elfriede Jelinek,

Premiere Fr 27. September 2013, 20.00 Uhr, Goethe-Institut Göttingen, Olav-Brennhovd-Saal, Merkelstraße 4

FAUST! DER TRAGöDIE ERSTER UND ZWEITER TEIL

von Johann Wolfgang von Goethevon Johann Wolfgang von Goethe

In seinem epochalen Lebenswerk, dem FAUST, beschreibt Goethe den entwicklungsgeschichtlichen Weg des Menschen aus der Zeit des Mittelalters über die Aufklärung hin in eine durchrationalisierte und –ökonomisierte Welt. Mit dem Ende des Glaubens an ein Jenseits verliert der Mensch zwangsläufig seine Fähigkeit zur Geduld. Denn die Zeit selbst wird in der Moderne angesichts unserer – verglichen mit der »Ewigkeit« – verschwindend geringen Lebensspanne zu einer äußerst knappen Ressource. Und wenn Faust zu Beginn der »Tragödie erster Teil« vor allem der Geduld flucht und an die Stelle des Sinns die Tat setzt, dann kommt uns dies heute doch nur allzu vertraut vor.

In diesem Sinne lässt sich Goethes Meisterwerk durchaus als dystopischer Zukunftsentwurf interpretieren. In diesem wird der Mensch in seiner Hybris als genialisch überhöhtes Subjekt im Glauben, das Gute zu schaffen, schließlich selbst zum Teufel, hinter dessen scheinbar grenzenlosem Potential zum Bösen selbst Mephisto fassungslos zurückbleibt.

Inszenierung Mark Zurmühle

Bühne Eleonore Bircher

Kostüme Ilka Kops

Musikalische Komposition & Leitung Albrecht Ziepert

Musikalische Mitarbeit Rafał Stachowiak, Vincent Hammel

Dramaturgie Lutz Keßler

mit Vanessa Czapla, Angelika Fornell, Marie-Kristien Heger; Florian Eppinger, Andreas Jeßing, Michael Meichßner, Andreas Daniel Müller, Meinolf Steiner, Ronny Thalmeyer, Gerd Zinck Live-Musiker Vincent Hammel, Rafał Stachowiak, Albrecht Ziepert

*****

FAUSTiN AND OUT

Sekundärdrama zu Goethes URFAUST von Elfriede Jelinek

Elfriede Jelineks Sekundärdrama zu Goethes URFAUST dockt direkt an die Handlung des berühmten Dramas an, greift in sie ein, und assoziiert sich davon ausgehend durch Ereignisse der letzten Jahre. Die Nobelpreisträgerin hat hierin eine virtuose, verstörende und doch hochnotkomische Textfläche

geschaffen, die von Swantje Möller mit drei Darstellerinnen am Goethe-Institut Göttingen in Szene gesetzt wird.

In Kooperation mit dem Goethe-Institut Göttingen

Inszenierung Swantje Möller

Dramaturgie Henrik Kuhlmann

mit Gaby Dey, Marie-Thérèse Fontheim, Andrea Strube

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