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Thalia Theater Hamburg: „Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch

31.10.2011

Premiere 6. November 2011 im Thalia in der Gaußstraße (Garage). -----

Es regnet seit Tagen. Ein Erdrutsch hat das Bergdorf von der Umwelt abgeschnitten. Vor diesem gewaltigen Naturpanorama startet Herr Geiser, ein verwitweter Rentner, seinen Wettlauf gegen Vergessen, Altersschwäche, Einsamkeit und Tod.

In seiner Brockhaus-Ausgabe findet er alles, über „Gedächtnisschwäche“, „Geologische Formationen“ bis zum „Tyrannosaurus rex“. Auf kleinen Zetteln, die er an die Wände pinnt, sammelt er enzyklopädisches Wissen und bietet dem Vergessen die Stirn. Ein kleines Stück Selbstvergewisserung, denn Herr Geiser weiß genau „Die Natur braucht keine Namen. Die Gesteine brauchen sein Gedächtnis nicht.“

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Wolf-Dietrich Sprenger begleitet die Figur aus Max Frisch’s 1979 erschienenen Erzählung auf eine letzte Wanderung. Eine berührende „Sysiphos“- Parabel um Menschsein, Würde und Zivilisation.

Für die Bühne eingerichtet von Wolf-Dietrich Sprenger

Max Frisch zum 100. Geburtstag

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