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Staatstheater Wiesbaden: Goethes „Die Wahlverwandtschaften“

28.10.2007

Premiere Samstag, 3. November 2007, 20.00 Uhr, Wartburg Schwalbacher Str.51

Was ist es, was zwei Menschen miteinander verbindet? Liebe oder Konvention,

Emotion oder Entschluss?

Ist der Mensch Herr seiner Sinne, gibt es einen freien Willen, oder besitzt die Natur ungeachtet fortgeschrittener Zivilisationsprozesse einen unerklärlichen Einfluss auf das menschliche Wirken?

Charlotte und Eduard, frisch verliebt und freudig in die Zukunft blickend,

holen sich Gesellschaft in ihr großes Schloss. Eduards Freund Otto und

Charlottes Nichte Ottilie ziehen ein und wirbeln die Beziehung der beiden

Gastgeber gehörig durcheinander. Während Eduard sich zur jungen Ottilie

hingezogen fühlt und dies aller Welt verkündet, geht Charlotte eine

heimliche Liaison mit Otto ein, die nicht ohne Folgen bleibt: Charlotte

stellt fest, dass sie schwanger ist. Und als dann noch ein Besuch von Besuch

von Graf und Baronesse ansteht, die in einer unerlaubten Affäre leben und

offen die Institution „Ehe“ in Frage stellen, scheint die Stimmung auf dem

Schloss höchst explosiv und eine Lösung für das Beziehungschaos muss

gefunden werden.

Inspiriert von physikalischen Studien und chemischen Vorgängen wählte Goethe den Titel „Die Wahlverwandtschaften“: Wie "wahlverwandte" chemische Stoffe, die andere Mischungen lösen, sich unwiderstehlich anziehen und eine neue Verbindung eingehen, so sind die Figuren des Stückes den amourösen

Anziehungskräften unterworfen und beantworten die daraus erwachsenden

moralischen Konflikte ganz im Sinne von Goethes Zeitgeist: Entsagung oder

Untergang.

Mit „Die Wahlverwandtschaften“ wendet sich Regisseur Tobias Materna nach

seinen Inszenierungen von „Urfaust“ und „Die Leiden des jungen Werther“ nun

einem späteren Werk von Johann Wolfgang Goethe zu.

Weitere Termine: Mo, 5.11., Sa, 17.11. und Fr, 30.11., jeweils 20.00 Uhr,

Wartburg

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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