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Staatstheater Mainz: URFAUST von Johann Wolfgang von Goethe

Premiere am 17. Januar 2014, 19.30, Kleines Haus. -----

Ein Höllentrip in die Seelen und durch die menschliche Lebens- und Liebesexistenz: Sein „Sinn ist zu“, sein „Herz ist tot“. Innere Leere und Unzufriedenheit lähmen Doktor Faust. So sucht er das Glück in der Aufhebung aller Grenzen.

Zunächst in der Wissenschaft, dann – als Experiment mit dem Leben – in der Liebe. Die frühe Fassung des „Faust“ ist ganz auf den Kern der Handlung und ihre Hauptfiguren konzentriert: Faust – der ewig Suchende, dem kein Zugang zum Leben gelingt. Margarethe – das Mädchen, das durch ihre Liebe ins Unglück stürzt. Mephisto – der Teufel, der die Verbindung zwischen beiden vorantreibt. Bevor Goethe den Stoff zu „Faust 1“ (1808) und „Faust 2“ (1831) ausarbeitete, entstand bis 1775 eine erste Fassung des Dramas, dem die Weimarer Hoffräulein bei frühen Lektüren gebannt lauschten. In harten Schnitten reißt es Stationen eines Geschehens auf, das dem Abgrund zurast. Schroffer und schneller, weniger ausgeschrieben und metaphysisch überbaut als die späteren Dramen, übte das Frühwerk, dessen expressive Sprache mit vielen Konventionen brach, offenbar eine sogartige Wirkung aus. Nur über die Abschrift eines der adeligen Fräulein, Luise von Göchhausen, ist die frühe Fassung erhalten geblieben. Erst 1887 entdeckte sie ein Literaturhistoriker.

Inszenierung: Robert Borgmann

Bühne: Rocco Peuker

Kostüme: Zarah Lili Gutsch

Musik: Sven Michelson

Dramaturgie: Katharina Gerschler

Mit: Monika Dortschy, Carolin Haupt; Tibor Locher, Stefan Graf, Lorenz Klee

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