Woyzeck hört immer öfter unheilvolle Stimmen und versucht täglich, die Demütigungen und die Willkür seiner Vorgesetzten zu ignorieren, denen er als einfacher Soldat ausgeliefert ist. Doch als Marie sich mit dem Tambourmajor einlässt, nehmen Wut, Schmerz und Einsamkeit überhand. Im Fieberwahn der Eifersucht lässt Woyzeck sich von seinen inneren Stimmen leiten und richtet sich gegen seine Liebste.
Für Büchners berühmtes Fragment über „das Leben des Geringsten“ von 1837 hat der große Melancholiker Tom Waits mit Texterin Kathleen Brennan wunderbar raue und doch zarte Songs komponiert, die erstmals 2002 in der Kopenhagener Inszenierung von Robert Wilson zu hören waren. Entstanden ist eine zeitlose musikalische „Woyzeck“-Version, die die Sehnsüchte und die Lebensgier der Figuren aus Büchners Text in schrägen, schönen und sehr eigenen Songs aus dem Waits’schen Kosmos direkt auf die Bühne bringt. Das singende Ensemble wird von einer Band mit renommierten Dresdner Musikern unterstützt.
Mit: Sonja Beißwenger, Mathias Bleier, Thomas Eisen, Matthias Luckey, Ina Piontek (Marie), Tom Quaas (Tambourmajor), Antje Trautmann, Sebastian Wendelin (Woyzeck) und den Musikern Hans-Jörn Brandenburg/Thomas Mahn (Piano, Harmonium, Keyboard), Dieter Fischer (Banjo, Gitarre Posaune), Tom Götze (Bass, Tuba), Christoph Herrmann (Euphonium, Tenorhorn, Cello), Friedemann Seidlitz (Holzblasinstrumente), Georg Wagner (Percussion, Marimbaphon)
Regie: Sandra Strunz
Musikalische Leitung: Hans-Jörn Brandenburg
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüm: Su Bühler
Dramaturgie: Beret Evensen

