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"Spooky Paradise" - Uraufführung in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

Premiere am Donnerstag, den 30. April 2026 um 19:30 Uhr

Spooky Paradise steht in Leuchtbuchstaben auf einem Gerüst, als grelles Überbleibsel einer verschwundenen Attraktion, inmitten eines Brachgeländes. In Philippe Quesnes neuer Produktion stellt der Regisseur und bildende Künstler eine Reihe eigenartiger Gestalten vor, die letzten Erben einer Zirkusfamilie. Ohne ihre Tiere und bar jeder akrobatischen Virtuosität bemühen sie sich darum, ihr Geschäft am Leben zu erhalten.

Befinden sie sich auf einem verlassenen Jahrmarkt, in einer Geisterbahn oder auf einem Filmset? Sind diese Künstler:innen einfach nur erschöpft, kurz vor dem Verschwinden, oder stehen sie am Beginn einer möglichen Wiedergeburt?

Am Ende von Intervista, Federico Fellinis letztem Film, den er kurz vor dem Konkurs der Cinecittà-Filmstudios drehte, erwähnt der italienische Regisseur den wiederkehrenden Wunsch seines Produzenten: „Ein Hoffnungsschimmer? Nun, ich weiß nicht … Wir können es versuchen.”

Philippe Quesne, mit seinem Gespür für das Vergängliche, für Atmosphäre und die fantastische Alltäglichkeit, präsentiert hier mit einem mehrsprachigen Ensemble aus Schauspieler:innen und Musikern ein neues Werk, auf dem Grat zwischen Utopie und sanfter melancholischer Dystopie balancierend.

Spooky Paradise ist seine erste Arbeit an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. 2003 gründete er seine Kompanie Vivarium Studio, einen losen Zusammenhang aus bildenden Künstlerinnen, Schauspieler:innen sowie Musiker:innen, und avancierte über die Jahre zu einer der wichtigsten künstlerischen Stimmen Frankreichs. Die Inszenierungen in Zusammenarbeit mit seiner Kompanie sind bisher in Kooperation mit großen europäischen und internationalen Festivals entstanden und werden seit Beginn an in zahlreichen Ländern aufgeführt.

Philippe Quesnes Inszenierungen merkt man seine ursprüngliche Herkunft als Bühnenbildner an, er erschafft mit seiner leisen Bühnensprache poetische Bilder und eine neue Welt, in der sich verlorene Individuen zu einer utopischen Gemeinschaft auf der Bühne zusammenfinden. Für diese Produktion arbeitet er mit einem Teil des Ensembles – Kathrin Angerer, Rosa Lembeck, Marie Rosa Tietjen, Sir Henry und Martin Wuttke – sowie mit zwei Spielern seiner Kompanie Vivarium Studio, Jean-Charles Dumay und Sébastien Jacobs.

Mit: Kathrin Angerer, Jean-Charles Dumay, Sébastien Jacobs, Rosa Lembeck, Sir Henry, Marie Rosa Tietjen, Martin Wuttke

Regie & Bühne: Philippe Quesne
Kostüme: Tabea Braun
Dramaturgie: Johanna Höhmann, Lili Hering

Weitere Vorstellungen im Mai am 01. , 03. (18:00) und 29., jeweils 19:30 
 

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