Um der Wirklichkeit zu entfliehen, leben sie bewusst ihre Liebesbeziehung als inszenierten Film, in dem sie unterschiedliche Rollen annehmen. Doch so einfach geht das nicht. Während sie auf diese Art und Weise ihre Idealvorstellung einer gemeinsamen Beziehung verwirklichen wollen, verschwimmen allmählich immer mehr die Grenzen zwischen Realität und Spiel. Liebesbindungen auf Dauer aufzubauen, scheint gar nicht mehr so einfach zu sein. Wie konnte es trotzdem zu dem kommen, was heute trüber Beziehungsalltag ist? Und findet die Geschichte am Ende dennoch ein Happy End?
Liebe quasi als Experiment – welches das gemeinsame Leben zum Forschungsobjekt deklariert, in der die Kunst als Katalysator der Realitätsverweigerung dient. «Das wundervolle Zwischending» ist ein humorvolles Dialogstück, voll mit subtilen Wahrheiten über das Beziehungsleben moderner Menschen.
Der Autor Martin Heckmanns, geboren 1971 in Mönchengladbach, studierte Komparatistik, Geschichte und Philosophie und lebt heute in Berlin. Mit dem Stück «Schiess doch, Kaufhaus!» wurde er in der «Theater heute»-Kritikerumfrage zum Nachwuchsautoren des Jahres 2002 gewählt und gewann bei den Mülheimer Theatertagen 2003 den Publikumspreis.
Regie führt Julia Heinrichs. Sie wurde in Essen geboren und studierte Psychologie an der Universität in Konstanz. Ihre Theaterausbildung erhielt sie in Paris bei Jaques Lecoq. Julia Heinrichs war als Regieassistentin in Konstanz und Zürich unter anderem bei Werner Düggelin, Roland Schimmelpfennig, Matthias Hartmann, Peter Brook, Samir, Niklaus Helbling, Alvis Hermanis und David Bösch tätig. «Das wundervolle Zwischending» ist Julia Heinrichs erste Regiearbeit am Schauspielhaus Zürich.
Regie Julia Heinrichs – Bühne Marlene Baldauf – Kostüme Agnes Raganowicz – Musik Julia Klomfass – Licht Peter Bandl, Adrian Fry – Dramaturgie Nina-Maria Schmidt
Mit: Yohanna Schwertfeger (Anne), Michael Ransburg (Johann), Christian Heller (Mann vom Amt)

