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Schauspielhaus Graz: Ewald Palmetshofers wohnen. unter glas

15.03.2008

Premiere auf der Probebühne am 19. März um 20 Uhr

»Vielleicht hast du deinen Zenit schon. Hast ihn schon lang überschritten. Denkst du dir. Hast’s bloß nicht gemerkt. Hast ihn überschritten und bloß nichts gemerkt. War ein leiser Zenit, dein Zenit. Einfach scheiß leise.«

Vielleicht müsste man auch nur die Perspektive auf das eigene Leben ändern? Das allgemeine Lebensniveau als einen einzigen großen Zenit annehmen? Oder das eigene Leben als eines, das aus lauter einzelnen Zeniten besteht? Nicht länger auf den einen großen Zenit warten, der sich irgendwann vom übrigen Dasein abhebt? Babsi, Jeani und Max analysieren ihre Sehnsucht nach Nähe, die Liebe an sich, Freundschaft, Kuschel-Mikro-Systeme, ihr Dasein unter der emotionalen Armutsgrenze. Kurz: das Leben.

Sie sind verzweifelte Glückssucher, immer auf Tuchfühlung mit dem anderen, um dem anderen und sich selbst einen Schritt näher zu kommen. Palmetshofer zeigt in hysterisch-komischen Wortspielen die Einsamkeit der Anfang 30er. Ist das wirklich ein Leben, das sie da führen, oder ist es nur Wohnen? Ein Wohnen unter Glas.

Regie: Hanna Rudolph

Bühnenbild: Markus Boxler

Kostüme: Markus Boxler, Barbara Häusl

Dramaturgie: Sandra Küpper, Andreas Karlaganis

Jeani (J): Ninja Reichert

Babsi (B): Jaschka Lämmert

Max (M): Markus Schneider

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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