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Schauspielhaus Bochum: "Nora" von Henrik Ibsen

Premiere 29.05.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

Ist die Ehe ein Arrangement, eine Gütergemeinschaft oder ein Hort der großen Gefühle? Ein wärmender Kokon verlogener Gemütlichkeit? Wie viel Wahrheit verträgt sie? Und was gehört unverzichtbar zum Beziehungsglück dazu?

Gleichberechtigung? Opferbereitschaft? Finanzielle Sicherheit? Leidenschaft? Liebe?

Alles Fragen, denen Ibsen in seiner „Nora“ auf den Grund geht. In dem 1879 entstandenen Bühnenklassiker seziert er die Fundamente der bürgerlichen Ehe. Das Stück ist ein Psychokrimi und erzählt von Menschen, die sich in einer ungesicherten, prekären Lage befinden, deren Existenz von Absturz, Krankheit, sozialer Isolation und wirtschaftlicher Not bedroht ist. Und die versuchen, in ihren Paarbeziehungen einen Schutzraum zu finden, der Sicherheit und Geborgenheit bietet.

Torvald und Nora Helmer sind ein glückliches Paar: Er ist gerade zum Bankdirektor aufgestiegen. Alle finanziellen Schwierigkeiten, mit denen die junge Ehe zu kämpfen hatte, sind überwunden. Drei Kinder entwickeln sich prächtig. Sie ist eine kreative Frau, voller Liebe für ihren Ehemann. Er erfüllt ihr fast jeden Wunsch. Eine Traumfamilie, so scheint es.

Als erste Amtshandlung entlässt Torvald den Bankangestellten Krogstad. – Und eine Entwicklung nimmt ihren Lauf, die alle Gewissheiten dieser Ehe ins Wanken bringt: Vor Jahren hatte Nora von eben jenem Bankangestellten auf halblegale Weise einen Kredit bekommen. Sie brauchte dringend Geld, um ihrem damals schwer kranken Mann eine lebensrettende Erholungsreise in den Süden zu finanzieren. Torvald selbst durfte nichts von dem Geschäft erfahren, er hätte es nicht gebilligt. Krogstad droht, den Deal auffliegen zu lassen, falls es bei seiner Entlassung bleibt. Und so kommen zwischen den Eheleuten ungeahnte Wahrheiten auf den Tisch. Die beiden erscheinen sich plötzlich wie Fremde. Sie erschrecken voreinander. Es wird deutlich: Hinter der Fassade ihres bürgerlichen Liebesglücks bestimmten Absturzängste, Geldfragen, Lügen, falsche Projektionen und Abhängigkeit den Alltag ihrer Ehe.

Regie Elmar Goerden

Bühne Silvia Merlo, Ulf Stengl

Kostüme Lydia Kirchleitner

Advokat Helmer Marco Massafra

Nora Marina Frenk

Doktor Rank Benno Ifland

Frau Linde Jele Brückner

Rechtsanwalt Krogstad Ronny Miersch

Termine

30.05.2010, 18.00 Uhr , Schauspielhaus

04.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

10.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

11.06.2010, 20.00 Uhr , Schauspielhaus

15.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

17.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

21.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

25.06.2010, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

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