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Schauspiel Essen: "Prinzessinnendramen" von Elfriede Jelinek

12.04.2007

Premiere 20.4.2007, Casa.

Es raschelt böse im Märchen- und im Blätterwald: Prinzessinnen werden nicht vergiftet, sondern von ihren eigenen Bildern verflucht, die schlimmer als jeder Zauberspiegel ihnen ins hübsche Gesicht schlagen.

Je reicher und je schöner, je begabter und klüger sie sind, umso tiefer werden sie fallen, die Frauen, die Elfriede Jelinek in den fünf Prinzessinnendramen sprechen lässt.

Die Autorin entwickelt einen neuen Dramentypus, der im Gegensatz zu Shakespeares Königsdramen die tragischen Prinzessinnen ins Licht rückt. Sie wirft unter Berufung auf die Mythen der Märchen- und Medienwelt einen ironischen Blick auf die Prinzen und Prinzessinnen dieser Welt. Sie sind Heldinnen unserer Phantasie, aber zum Scheitern verurteilt: Schneewittchen, Dornröschen und die sagenhafte Rosamunde haben in den ersten drei Teilen von „Der Tod und das Mädchen I-V“ keine Chance gegen Jäger, Prinzen und das Leben. Aber umso weniger Chancen sie haben, umso mehr Humor haben sie – rabenschwarzen, Wiener Humor, den die Wienerin Sandy Tomsits in der Box inszeniert.

Mit: Fritz Fenne, Nadja Robiné, Rezo Tschchikwischwili, Ute Zehlen

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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