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RUF DER WILDNIS / STIMME DES KAPITALS | von Soeren Voima nach Jack London - Staatstheater Cottbus

Premiere Samstag, 30. Mai 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus

Aus dem sonnigen Kalifornien ins eisige Alaska: Buck führt ein entspanntes Leben als Haushund, fern von Hunger und Gewalt, bis er eines Tages verschleppt und verkauft wird. Er wechselt von Besitzer zu Besitzer, einer brutaler als der andere, und endet als Schlittenhund am Klondike. Als tierischer Sklave für Glücksritter erlebt er den Goldrausch von seiner düstersten Seite: als blanken Kampf ums Überleben.

© Martin Dalsgaard

Unter dem Deckmantel einer Tiergeschichte erzählt Jack Londons weltberühmter Abenteuerroman von den Zumutungen einer von Konkurrenz und Ausbeutung geprägten Gesellschaft. RUF DER WILDNIS / STIMME DES KAPITALS rückt die Erzählung in pointierter Sprache und starken Bildern nah heran an unsere Gegenwart. Und fragt dabei weniger nach der Wildnis da draußen als nach der in uns.

 Auf der Grundlage des weltberühmten Abenteuerromans „Ruf der Wildnis“ schafft Soeren Voima mit seinem dramatischen Langgedicht RUF DER WILDNIS / STIMME DES KAPITALS eine konzentrierte Fassung, die die Erzählung in pointierter Sprache und starken Bildern nah an unsere Gegenwart heranrückt. Angereichert mit Zitaten aus Geschichte und Popkultur, bringt der Text die Thesen des Romans mitunter schmerzlich klar auf den Punkt.

Dagegen setzt die Inszenierung von Kaufmann/Witt auch Momente von Nähe bis hin zu Zärtlichkeit. Indem sie die Kooperation offenlegt, die zur Herstellung der mitunter manipulativen Bilder nötig ist, lässt sie immer wieder Möglichkeiten einer anderen Form des Zusammenseins aufblitzen. Dazu eröffnet eine vierköpfige Band mit ihrem Live-Soundtrack eine musikalische Welt zwischen Dark Folk und Blues. So entsteht ein Abend, der weniger nach der Wildnis da draußen fragt als nach der in uns.

Regie: Kaufmann/Witt
Bühne: Anthoula Bourna
Kostüm: Christina Geiger
Musikalische Leitung: Hans Petith
Musikalische Arrangements: Hans Petith, Lu Schulz
Choreografie: Melli Müller
Dramaturgie: Sean Keller

Mit: Amos Detscher, Sigrun Fischer, Gunnar Golkowski, Benjamin Kühni, Charlotte Müller, Charlie Schülke

Band: Normen Goltz, Heiko Liebmann, Hans Petith, Lu Schulz

 Weitere Vorstellungen:
Donnerstag, 11. Juni 2026, 19.30 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 28. Juni 2026, 19.00 Uhr
Sonntag, 05. Juli 2026, 16.00 Uhr

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