Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Performing Arts Festival BerlinPerforming Arts Festival BerlinPerforming Arts Festival...

Performing Arts Festival Berlin

30.5.bis 4.6.2023

Das Programm für das diesjährige Performing Arts Festival Berlin steht fest! Künstler*innen und Kollektive der Freien Szene aus den Bereichen Performance und Tanz, Sprech- und Musiktheater, aber auch Objekttheater, Zeitgenössischem Zirkus und Kinder- sowie Jugendtheater zeigen unter dem Motto „Körper unter Spannungen“ rund 40 Produktionen. Der Vorverkauf hat begonnen und ein vollständiger Überblick der Darbietungen samt facettenreichem Begleitprogramm ist ab sofort online zu finden.

 

Copyright: Performing Arts Festival Berliln

PAF Opening
Am 30. Mai wird die achte Ausgabe des Performing Arts Festival Berlin im Festsaal Kreuzberg feierlich eröffnet. Der Auftakt des Festivals bietet begrüßende Worte und spannende Einblicke des gesamten Teams, aber auch eine Live-Performance von Olympia Bukkakis sowie zwei musikalische Überraschungsacts sind zu erwarten.

Programm der Szene
Als Kern des Festivals versammeln sich unter dem „Programm der Szene“ 35 Produktionen der freien darstellenden Künste Berlins. Sie zeigen die Vielfalt der Szene, unterschiedliche künstlerische Positionen und verschiedene Ästhetiken. Durch Darbietungen innerhalb verschiedener Genres wird der Körper als etwas Menschliches, aber auch Politisches sowie Gesellschaftliches im Spannungsverhältnis mit seinem Gegenüber verhandelt. Das Kollektiv Zwischenraum zeigt mit „Kartografie der Nähe“ eine Produktion mit Luftartistik des Zeitgenössischen Zirkus. Bei den Produktionen im Haus der Statistik setzen die Künstler*innen auf Interaktion mit sowie auf Integration des Publikums: so wird die Nachbarschaft des Haus der Statistik zur Theaterwerkstatt eingeladen. Hinzu reihen sich Performances, welche die themengebenden Spannungen verhandeln, wie die erste eigene Performance „between“ von Jules Petru Fricker (LEGZ) im DOCK 11. Auch hybride sowie transmediale Produktionen finden sich im Programm – hierzu zählen die audiovisuelle Performance „INTER_SECTION #3.2 - Borrowed Gesture expanded“ von Claudia Schmitz und Sabine Ercklentz, „Abteilung Verkehr“, ein Gametheater des Borgtheaters, und ein Audiowalk des Kollektivs RAUM+ZEIT. Den öffentlichen Raum als Bühne nutzen Novoflot durch die Entstehung eines städtischen Parcours mit musikalischen Performances.

Introducing...
In diesem Jahr wurden über 200 Produktionen eingereicht, von denen die kooperierenden Spielstätten Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle und TD Berlin vier ausgewählt haben und im Rahmen des Festivals auf ihren Bühnen zeigen werden. Sarah Ama Duah & Team beschäftigen sich in der fortlaufenden Serie „to build to bury to remember“ (HAU Hebbel am Ufer) mit der Dekonstruktion von Denkmälern und entwickeln Hybridformen zwischen Skulptur und Körper. Freddie Wulf mit Alicia Jane Turner nehmen in der Produktion „we are all made of stars” (Sophiensæle) das Publikum mit auf eine Reise durch den Körper als lebendige Landschaft, ein Ökosystem, das sich ständig wandelt. Das Kollektiv what about: fuego reinszeniert mit „Kriegsrahmen“ (TD Berlin) 34 ikonische Fotografien von Kriegen und Konflikten der Welt. Und Salma Said und Miriam Coretta Schulte betrachten in „behind your eyeballs“ (Ballhaus Ost) die Geschichte mit Blick auf die Zukunft und fragen, ob Archive lebendig werden können.

PAF Closing
Am 4. Juni endet die Festivalwoche mit dem „PAF Closing“ im Berliner Szeneclub Mensch Meier. Das Festivalteam präsentiert eine Auswahl an Kurzperformances aus verschiedenen Genres von dajci* collective, Michelle Félix, Xiaoer Liu, neveroddoreven, Ahmed Soura, Maren Strack und Zookunft.Project. Ausklingen wird der Abend mit Live-Musik von Gute Katze Böse Katze aus Hamburg.

Begleitendes Rahmenprogramm
Um das Thema „Körper unter Spannungen“ mit all seinen Facetten so umfangreich wie möglich einzufangen und zu verhandeln, kann im Rahmen von Workshops, Gesprächen und diversen Vermittlungsangeboten ein vielseitiges Begleitprogramm wahrgenommen werden. Die verschiedenen Ebenen und Spannungsfelder wie „Körper & Stadt“, „Körper & Krise“ oder „Körper & Identität“ werden zusammen betrachtet und spielerisch erforscht.

Für das Fachpublikum der darstellende Künste wird ebenso ein Programm angeboten und die Möglichkeit gegeben, in Dialog zu treten. Zudem sind dieses Jahr das europäische Festivalnetzwerk „Bridging the Scenes“, der überregionale Festivalverbund FESTIVALFRIENDS, der &friends Besuch und eine katalanische Delegation sowie internationale Kurator*innen und Produzent*innen u.a. aus Armenien, Palästina und Frankreich zu Gast.

Hochschultag
Das Festival lädt auch in diesem Jahr Studierende aller Hochschulen und Fakultäten dazu ein, in den Kosmos der freien darstellenden Künste einzutauchen, um gemeinsam im DOCK ART im DOCK 11 spannenden Fragen rund um die Freie Szene auf den Grund zu gehen. Der PAF Hochschultag findet in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, dem Bard College Berlin sowie dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) und der Technischen Universität für Bühnenbild und szenischer Raum statt.

PAF Blog & PAF Radio
Begleitend zum Festival wird es wieder den „PAF Blog“ geben. Im Zuge eines Seminars an der Freien Universität Berlin werden Studierende zu Journalist*innen und Lernen die Kunst der Theaterkritik – die Ergebnisse werden auf der Festivalseite zu lesen sein. Um sich je auf den bevorstehenden Festivaltag einzustimmen, bietet das „PAF Radio“ zudem die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken, interessanten Gesprächen zu lauschen und die ein oder andere Empfehlung aufzuschnappen.

Alle Infos performingarts-festival.de/de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 24 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

NICHT AUF DEN LITURGISCHEN BEREICH BESCHRÄNKT --- Bruckners e-Moll-Messe und Motetten bei BR Klassik

Anders als die frühe d-Moll-Messe blieb die 1866 in Linz komponierte e-Moll-Messe nicht auf den liturgischen Bereich beschränkt. Die alten Kirchentonarten stehen bei der Messe in e-Moll von Anton…

Von: ALEXANDER WALTHER

GLUT UND FEUER -- Jubiläumskonzert 40 Jahre Kammersinfonie im Kronenzentrum BIETIGHEIM-BISSINGEN

1984 wurde dieser für die Region so bedeutende Klangkörper von Peter Wallinger gegründet. Unter der inspirierenden Leitung von Peter Wallinger (der unter anderem bei Sergiu Celibidache studierte)…

Von: ALEXANDER WALTHER

EINE FAST HYPNOTISCHE STIMMUNG -- Gastspiel "Familie" von Milo Rau mit dem NT Gent im Schauspielhaus STUTTGART

Dieses Stück erzielte bei Kritikern zum einen große Zustimmung, zum anderen schroffe Ablehnung. Vor allem die nihilistischen Tendenzen wurden getadelt. Der Schweizer Milo Rau hat hier das beklemmende…

Von: ALEXANDER WALTHER

MIT LEIDENSCHAFTLICHEM ÜBERSCHWANG -- Richard Wagners "Walküre" mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra konzertant im Festspielhaus/BADEN-BADEN

Wagner hatte die Komposition der "Walküre" im Sommer 1854 begonnen, noch vor der Vollendung der "Rheingold"-Partitur. Der Dirigent Yannick Nezet-Seguin begreift mit dem vorzüglich disponierten…

Von: ALEXANDER WALTHER

AUFSTAND DER UNTERDRÜCKTEN -- "Farm der Tiere von George Orwell im Schauspielhaus Stuttgart

"Kein Tier in England ist frei!" So lautet das seltsame Motto von George Orwells "Farm der Tiere", die wie "1984" auch irgendwie eine seltsame Zukunftsvision ist. Die Tiere wie Hunde, Hühner, Schafe…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑