Parzival weiß nichts von der Welt. Er wächst abgeschieden im Wald auf, fernab von gesellschaftlichen Normen, Machtstrukturen und Kriegslogik. Doch die Welt lässt sich nicht dauerhaft fernhalten. Und so zieht Parzival los, raus in die Welt: naiv, neugierig und fest entschlossen, Ritter der Tafelrunde zu werden. Er irrt, fragt zu spät, trifft falsche Entscheidungen, begegnet Liebe, Ausgrenzung, Schuld und einer Idee, die größer ist als alles, was er bisher kannte: dem Gral.
Was bedeutet es heute, ritterlich zu handeln? Was prägt unser Denken und unsere Taten, wenn Elternhaus und Schule keine zufriedenstellenden Antworten mehr geben? Wem hören wir zu – und wer hört uns? Zwischen Mythos und Gegenwart entsteht ein Abend über das Recht auf Orientierung und die Notwendigkeit, sich selbst einen Platz in der Welt zu erkämpfen, koste es, was es wolle.
Regie Joanna Praml Bühne Claudia Kalinski Kostüme Inga Timm Musik Hajo Wiesemann Licht Marco Scherle Dramaturgie Bernd Isele, Dorle Trachternach Theaterpädagogik Maura Meyer
Weitere Termine: 20.12. und 4., 29. und 30.01. sowie ab Februar