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"Metamor­phose in drei Schritten" - Schauspiel Frankfurt

Premiere am 9. Juni 2026, 20.00 Uhr, Box

Setzt man einen Frosch in kochendes Wasser, springt er sofort heraus. Setzt man ihn jedoch in kaltes Wasser und erhitzt es langsam, bleibt er ruhig sitzen. Die Temperatur steigt, der Frosch wird langsam schwächer – und schließlich stirbt er, ohne je versucht zu haben, zu entkommen. Wie aber könnte der Frosch fliehen? Indem er springt?

Diese Parabel zeigt, dass Gefahr allzu oft nicht offensichtlich ist, sondern sich sukzessive anschleicht und so viel eher als Gegebenes angenommen wird. Sie dient als Unterbau für die installative Performance, die den Mythos der Schwestern Philomela und Prokne aus Ovids „Metamorphosen“ zum Gegenstand nimmt. Der über 2000 Jahre alte Mythos erzählt von weiblicher Wut, Selbstermächtigung und Brutalität. Die „schlangenköpfigen Frauen“, wie es bei Ovid heißt, haben sexualisierte Gewalt erfahren. Auf eine schützende Umgebung ist nicht zu hoffen, also entwickeln sie einen Spielraum, in dem sie eigenmächtig handeln können. Der Rachefeldzug am Täter gipfelt in Kindsmord.

Das künstlerische Team verwebt den Mythos mit Thesen des »Xenofeministischen Manifests«, das von Laboria Cuboniks im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Fremdes (griechisch xenos) nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Veränderung zu begreifen, ist die Grundthese des Manifests. In schillernd-wabernder Atmosphäre plädiert die Performance für Veränderung, Gemeinschaft und Vernetzung.

TEAM

Regie und Bühne: Kaethe Olt

Kostüme: Tina Schneiderat

Dramaturgie: Jana Fritzsche

Sounddesign: Laila Gerhardt

Choreografie: Lukas Robitschko

Digitale Videoanimationen: Felix Schwarzrock

BESETZUNG

Tanja Merlin Graf

die nächste Vorstellung: 23. Juni

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