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Mainfranken Theater Würzburg: "Im Weissen Rössl", Operette von Ralph Benatzky

Premiere: 23. Januar 2010 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Im weltberühmten „Weißen Rössl“ am Wolfgangsee herrscht die pure Idylle. Damit ist es jedoch vorbei, als die Touristen aus aller Welt einfallen.

Dazu herrscht Chaos in Liebesdingen: Vergeblich liebt der Zahlkellner Leopold seine Chefin, die „Rössl“-Wirtin Josepha Vogelhuber. Ihr Herz gehört nämlich Stammgast Dr. Siedler. Dieser wiederum hat nur Augen für Ottilie, die Tochter des Trikotagenfabrikanten Giesecke. Pikanterweise ist besagter Dr. Siedler der Anwalt von Gieseckes Konkurrenten Sülzheimer in einem seit Jahren andauerndem Rechtsstreit um ein Hemdhosenpatent. Bis zum Happy End sind also jede Menge Verwirrungen und Verwicklungen vorprogrammiert.

In der Schärfe seiner parodistischen Anlage konnte sich das „Rössl“ stets als Parodie der gesellschaftlichen Wirklichkeit verstanden wissen. Die Version am Mainfranken Theater Würzburg, die in Textfassung, Szenenfolge und der Abfolge der Musiknummern auf die originale Bühnenfassung der Uraufführung von 1930 zurückgreift, zeigt die doppelbödige Facette der Operette.

So verwickelt die Entstehung des „weißen Rössls“ war, so abenteuerlich ist auch sein Nachleben. Für beinahe jede Neuproduktion wurden mehr oder minder autorisierte Änderungen vorgenommen. Die Instrumentierung, die Eduard Künneke im Auftrag Erik Charells vorgenommen hatte, sieht im Original neben einem großen Orchesterapparat eine Jazzband und ein Zithertrio vor. Für die Aufführung in Würzburg wurde diese an die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Im Orchesterklang der Würzburger Fassung (kleinere Besetzung) verbinden sich Leichtigkeit der Jazzelemente (z.T. im Arrangement von Viktor Åslund) mit Heurigenseligkeit, vertreten durch das im Original vorgeschriebene Zithertrio (Geige, Zither und Gitarre). Ferner sind musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten („Zuschau’n kann i net“), Robert Stolz („Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“; „Die ganze Welt ist himmelblau“) und Robert Gilbert („Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“) zu hören.

Musikalische Leitung: Viktor Åslund

Inszenierung: Karl Absenger

Bühne und Kostüme: Tamara Oswatitsch

Choreografie: Mirko Mahr

Dramaturgie: Beate Knauer

Josepha Vogelhuber, Wirtin: Barbara Schöller

Leopold Brandmeyer, Zahlkellner: Joachim Goltz

Wilhelm Giesecke, Fabrikant / Ion Bric

Kaiser Franz Joseph II.:

Ottilie, Gieseckes Tochter: Silke Evers

Dr. Otto Siedler, Rechtsanwalt: Randall Bills

Sigismund Sülzheimer: Nicholas Shannon

Professor Dr. Hinzelmann: Herbert Brand

Klärchen, Hinzelmanns Tochter: Anja Gutgesell

Oberförster / Bürgermeister: Paul Henrik Schulte

Reiseleiterin: Ingrid Höhnl

Kathi: Anneka Ulmer

Piccolo: Konstantin Krisch a.G.

Zenzi: Andrea Jörg a.G.

Opernchor, Ballett und Statisterie des Mainfranken Theaters Würzburg

Philharmonisches Orchester Würzburg

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