Warum unterschreibt der römische Statthalter Pilatus das Todesurteil? Im Zentrum der Handlung steht nicht der Mann aus Nazareth, sondern Judas, der Jesus’ Haltung gegenüber der römischen Besatzung als zu radikal ansieht. Der Verrat der religiösen Bewegung durch ihn, Jesus’ Gefangennahme und Hinrichtung sind dramaturgisch geschickt verdichtet, und O’Horgan und Rice streuten zahlreiche Anspielungen auf das Leben in den USA während der Nixon-Präsidentschaft ein. Die Passions-Erzählung erhält durch die revolutionären Töne der 1960er Jahre weitere, überraschende Facetten.
Webber entwickelte die Rock-Oper aus bereits veröffentlichten Einzelnummern. 1969 erschien die Aufnahme des Titelsongs, 1971 erfolgte die umjubelte Uraufführung im Mark Hellinger Theatre in New York, einem ehemaligen Kino, das 1991 sogar zu einer Kirche wurde. „Jesus Christ Superstar“ lief über acht Jahre lang am Londoner Westend, was das Musical zu einer der erfolgreichsten Produktionen in der britischen Metropole machte.
Uraufführung: 12. Oktober 1971 in New York.
Buch von Tom O’Horgan, frei nach Auszügen der christlichen Evangelien, Songtexte von Tim Rice, Deutsche Fassung von Timothy Roller (2023)
MUSIKALISCHE LEITUNG PHILIPP HAAG
INSZENIERUNG MARKUS HERTEL
AUSSTATTUNG STEVEN KOOP
CHOREOGRAFIE MAR RODRÍGUEZ VALVERDE
DRAMATURGIE CARLO MERTENS
THEATERPÄDAGOGIK JULIA MASCHKE
MIT Dorothee Böhnisch, Santiago Bürgi, Franziska Fait, Steffen Fichtner, Jon Geoffrey Goldsworthy, Lilian Huynen, Sophia Klemisch, Dirk Konnerth, Joanna Lissai/Elisandra Melián, Bernhard Meindl, Karel Pajer, Felipe Rochas Velozo, Aleksandar Stefanoski, Ingo Wagner, Philipp Werner und Markus Wessiack
Chor und Statisterie des Theaters Pforzheim
Tanz Theater Pforzheim
Badische Philharmonie Pforzheim
WEITERE VORSTELLUNGEN am Mi, 11.2., Di, 17.2., Do, 19.2., Fr, 27.2., Do, 12.3., Fr, 13.3., Fr, 20.3., So, 22.3., Di, 31.3. sowie an vielen weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit


