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"Heuschrecken" von Biljana Srbljanovic im Theater im Nordpark Mönchengladbach

Premiere 20.2.2010, 20 Uhr

 

Serben am Rande des Nervenzusammenbruchs! – Darf man einen Demenzkranken einfach wie Hänsel aus dem Märchen auf einer Autobahnraststätte aussetzen, nur weil man sich nicht um ihn kümmern möchte?

Darf man als 10jährige Göre seinem Vater mit Cole Porters „Night and Day“ den letzten Nerv rauben, während der gerade die Finanzen klären will? Darf man als Schönheits-OP-Zombie unbandagiert auf einer Party erscheinen? Man darf! Zumindest in Biljana Srbljanovićs Komödie „Heuschrecken“, die am Samstag, dem 20. Februar um 20 Uhr im Großen Saal des Mönchengladbacher Theaters im Nordpark (TiN) Premiere feiern wird.

 

Srbljanović erzählt in kurzweiligen Einzel-Episoden, die sich peu a peu zu einem serbischen Befindlichkeits-Gesamtbild zusammensetzen, von Ausnahmezuständen, vom Rennen nach dem falschen Glück, von jungen Menschen mit panischer Angst vor dem Altwerden und von ihren Eltern, die die Kunst des Verdrängens perfekt beherrschen. Und wenn man meint, schlimmer ginge es nicht, kommt es anlässlich einer gemeinsamen Gartenparty aller Protagonisten zu einer explosionsartigen Entladung von lang gehegten Hassgefühlen, verschleppten Vorwürfen und unterdrückten Enttäuschungen.

 

„Heuschrecken sind wirklich entzückende Insekten, friedlich – aber manchmal richten sie enormen Schaden an. Das war für mich eine Metapher für die Menschen, die ich in dem Stück behandele. Als Einzelpersonen sind sie liebenswert, aber wehe, sie treten in einer Gruppe auf“, sagt die serbische Dramatikerin Biljana Srbljanović über ihr 2006 in Belgrad uraufgeführtes Stück. „Heuschrecken“ wurde für das Theater Krefeld Mönchengladbach von der jungen Regisseurin Petra Luisa Meyer in Szene gesetzt und ist eine äußerst geistreiche, unterhaltsame und vielschichtige Komödie über das Älterwerden und den Jugendwahn, über die Narben der Vergangenheit und den Werteverfall in der heutigen Gesellschaft, vor allem aber über einen neuen Krieg – den der Generationen.

 

Es spielen: Anja Barth, Petra Förster, Esther Keil, Rosemarie Weber; Ralf Beckord, Frank Burkhard, Adrian Linke, Joachim Henschke, Matthias Oelrich, Christopher Wintgens.

 

Bühne und Kostüme: Martin Rottenkolber, Dramaturgie: Ulrike Brambeer

 

Weitere Aufführungen:

21. Februar 2010 | 19.30 Uhr | TiN Mönchengladbach (Großer Saal)

28. Februar 2010 | 16.00 Uhr | TiN Mönchengladbach (Großer Saal)

02. März 2010 | 20.00 Uhr | TiN Mönchengladbach (Großer Saal)

26. März 2010 | 20.00 Uhr | TiN Mönchengladbach (Großer Saal)

08. Mai 2010 | 20.00 Uhr | TiN Mönchengladbach (Großer Saal)

 

Karten gibt es an der Mönchengladbacher Theaterkasse, Tel.: 02166/6151-100, sowie an vielen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticketonline.de.

 

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