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Hessisches Staatstheater Wiesbaden: "Così fan tutte" Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

17. bis 27. Juni 2026

Für die letzte Musiktheaterpremiere der Saison verwandelt die Regisseurin Marie-Ève Signeyrole Mozarts Opernklassiker „Così fan tutte“ in ein immersives Experiment über Liebe, Treue und Beziehungen, das die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum auflöst. In dieser Inszenierung sind zu jeder Vorstellung junge Paare eingeladen, als Bühnenpublikum gemeinsam mit dem Ensemble Teil der Szene werden.

© Max Borchardt

Così fan tutte" – „So machen es alle" – ist vielleicht Mozarts radikalstes Werk: eine Versuchsanordnung über das, was Menschen in Liebesbeziehungen sehen – und was sie sich einbilden. Der Zyniker Don Alfonso, der die Wette auf die Untreue zweier befreundeter Paare inszeniert, beweist am Ende nicht, dass Frauen schwach sind, sondern dass Liebe immer auf Projektionen gebaut ist. Wer liebt wen – oder das Bild, das man sich voneinander gemacht hat? Mozart und Da Ponte stellen in ihrer „Schule der Liebenden“ diese Frage mit spielerischer Leichtigkeit und beantworten sie nicht. Das macht „Così fan tutte" zu einem denkbar aktuellen Werk in einer Zeit, in der Identitäten fluide sind und Beziehungsmodelle in alle Richtungen offen sind. 

Die Arbeiten der im deutsch- und französischsprachigen Raum gefragten Film- und Opernregisseurin Marie-Eve Signeyrole zeichnen sich durch starken Gegenwartsbezug aus. Sie verlegt die Oper in ein heutiges studentisches Umfeld und rückt damit die Handlung an die gegenwärtige Erfahrungswelt junger Menschen. Das Bühnenbild von Fabien Teigné zeigt verschiedene Räume auf dem Campus einer modernen Kunsthochschule, auf dem der Philosophieprofessor Don Alfonso die Beziehungen seiner Studierenden in einem Experiment auf die Probe stellt. Dargestellt werden diese Studierenden von jungen Paaren zwischen 18 und 35 Jahren, die als Bühnenpublikum zum integralen Bestandteil der Szene werden. Mozarts „Schule der Liebenden“ als unmittelbare, immersive Opernerfahrung zu zweit. Vorkenntnisse und Probenbesuche sind nicht erforderlich, die Doppeltickets für 10 Euro pro Paar sind online und an der Kasse erhältlich.

Libretto von Lorenzo Da Ponte
Eine Produktion der Opéra national de Lyon
16+
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Leo McFall 
Inszenierung & Video: Marie-Ève Signeyrole
Regie-Associate: Marcin Łakomicki
Co-Videodesign:Ruth Tromboukis
Bühne & Kostüme:Fabien Teigné
Licht:Philippe Berthomé
Chor: Aymeric Catalano
Dramaturgie: Louis Geisler/Tal Soker
Vermittlung: Oliver Riedmüller
Intimitäts Koordinatorin: Magz Barrawasser
Abendspielleitung: Sergei Morozov/Max Nattkämper
Regieassistenz: Sergei Morozov/Katja Krüger/Max Nattkämper
Regiehospitanz: Anna Konvicka                                      
                                                                                                                                       

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