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Theater Münster: WERKSCHAU im Rahmen des langen Wochenende der neuen Dramatik

20. Juni 2026 um 19 Uhr im Kleinen Haus

Die Werkschau im Rahmen vom Langen Wochenende der Neuen Dramatik vereint vier Theatertexte von Nachwuchsautor*innen der Universität der Künste Berlin, die unserer Gegenwart unerschrocken entgegentreten. Sie lachen der rechten Gefahr ins Gesicht, erforschen revolutionäres Potenzial in Freundschaften, fordern Platz für queere Körper und träumen von guter Versorgung.

© Birgit Hupfeld

Ob als Gedankenstrom oder im Spiel mit Figuren – die jungen Künstler*innen finden für ihre brennenden Anliegen ihre originäre literarische Form.  In vier kurzen Werkstattinszenierungen an einem Abend werden die Texte von Regiestudierenden der Folkwang Universität der Künste auf die Bühne gebracht.  

Zum Langen Wochenende der Neuen Dramatik gehört die anschließende Dramatische Party am Samstagabend. Am Sonntag sind die beteiligten Nachwuchskünstler*innen und das Publikum zum Nachgespräch ins Haus Rüschhaus eingeladen, um, in Kooperation mit der Burg Hülshoff – Center for Literature, in Austausch zu treten. 

WERKSCHAU
Sa 20. Juni 2026, 19 Uhr / Kleines Haus

Deutschland erwacht, bleibt aber liegen von Laura Bernhardt / Regie: Felix Römer
Sie provoziert auf Social Media zwischen Girl Boss-Attitüde und Judenwitzen und formt ihren arischen Body beim Aquafit. Während Zweifingerbart und Seitenscheitel den Nazi-Lifestyle schon von früher kennen, fragt Irgendwer: „Was soll das sein, dieses Deutsche? Nicht im Takt klatschen können und doch der Hang zur rhythmisch-debilen Begeisterung von Massen, die fatal enden muss?“

Mein Star von Nika Matteo Hauger / Regie: Malte Buchloh
Eri, nichtbinär, und Stern, trans*weiblich, finden auf dem Fußballfeld einer Frauenmannschaft zueinander. Auch wenn Eris Karriere durch einen Kreuzbandriss verunmöglicht wird, bleibt die Liebe zwischen den beiden und Stern spielt trotz Ausschluss durch das Amt für Eri bei der WM. 

Krankenhausstück von Oskar Luiz Bonn / Regie: Sasha Kait
Krankenhausmitarbeitende wagen ein Experiment: Die Putzkraft wird zum Krankenpfleger, die Nachtschwester zur Patientin. Durch ihr lustiges Spiel fällt schnell auf, dass die Verhältnisse im Krankenhaus kaum richtige Fürsorge und Behandlung erlauben. „Das Problem ist einfach, dass ich all das mache, all das aushalte und dafür belohnt werde mit ein paar Schlägen ins Gesicht“, sagt Arzt Peter und träumt mit seinen Kolleg*innen von einem besseren System.

Gegenfeuer von Julie Guigones / Regie: Donnie Gonzalez
Damals, als Bremse noch da war, war die Freundinnengruppe durch Zuneigung und den Kampf gegen die ungerechten Verhältnisse vereint. Bremse und Kette, die Punker, waren ein Teil ihrer Jugend, bis Bremse gegen die neoliberalen Härten nicht mehr ankommt. „Der Feind bist nicht du / Der Feind sind die Verhältnisse“.

DRAMATISCHE PARTY
Sa 20. Juni, 21.30 Uhr / Theatertreff, Eintritt frei

TISCHGESPRÄCHE MIT DEN KÜNSTLER*INNEN
So 21. Juni, 12 Uhr / Haus Rüschhaus (Am Rüschhaus 81, 48161 Münster), Eintritt frei

ES SPIELEN                                                         
Katharina Brenner, Elzemarieke de Vos, Alaaeldin Dyab, Ilja Harjes, Clara Kroneck, Agnes Lampkin, Daryna Mavlenko, Pascal Riedel, Christian Bo Salle, Ansgar Sauren, Julius Janosch Schulte, Artur Spannagel, Luise Zieger

KÜNSTLERISCHE LEITUNG                           Victoria Weich
BÜHNE                                                 Jan Firgau, Ayana Lechelt
KOSTÜME                                                          Danijel Tropčić
DRAMATURGIE                                Julia Fiebag, Anton Svoboda, Victoria Weich 

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