Ein englisches Mysterienspiel aus dem 16. Jahrhundert diente Hugo von Hofmannsthal als Vorlage für sein Stück, das 1911 in Berlin uraufgeführt wurde und seit 1920 fester Programmpunkt bei den Festspielen in Salzburg ist.
Während Hofmannsthal seinen Versen durch Anklänge an alte Reimschemen und das Mittelhochdeutsche eine Überzeitlichkeit verleiht, ziehen Peter Lund und Wolfgang Böhmer die Handlung ganz an unsere Gegenwart heran, sprachlich und musikalisch, ohne aber die allgemein gültige Philosophie zu verlieren: Kein Besitz, kein Geld der Welt, keine oberflächliche Freundschaft ist eine Ausflucht, wenn man auf sich selbst zurückgeworfen dem eigenen Ende entgegentritt. Diese Konfrontation bewusst und mit Würde zu meistern, wird zur schwersten Aufgabe seines Lebens und Jedermann ringt bis zuletzt mit der Welt, bisherigen Gewissheiten, seinem Glauben und seiner Liebe. Als Allegorien stellen sich Figuren wie Gott, Teufel und die „Guten Werken“ ein, und „die Liebste“ wirft das Wertvollste in die Waagschale, was bleibt: die Liebe.
Hausregisseur Tomo Sugao inszeniert das Leben und Sterben des reichen Mannes im Hof der Alvensleben-Kaserne als Open-Air Spektakel und Schlusspunkt der Theatersaison.
Der Hof der Alvensleben-Kaserne öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Bei ungünstiger Witterung wird über den Vorstellungsbeginn erst vor Ort entschieden. Ebenso kann die Aufführung witterungsbedingt für max. 15 Minuten unterbrochen werden. Sollte eine Fortsetzung nicht möglich sein, erstattet das Staatstheater das Eintrittsgeld zurück, wenn weniger als die Hälfte der Inszenierung gespielt wurde.
Musik von Wolfgang Böhmer,
Libretto von Peter Lund nach Hugo von Hofmannsthal
Musikalische Leitung Johannes Zurl
Regie Tomo Sugao
Bühne Paul Zoller
Kostüme Carola Volles
Choreografie Thomas Helmut Heep
Dramaturgie Corinna Jarosch
Mit Nils Stäfe, Mirjam Miesterfeldt, Jeanette Wernecke, Gesine Forberger, Hardy Brachmann, Dirk Kleinke, Heiko Walter, Luzia Tietze, Andreas Jäpel, John Ji, Miko Abe, Zela Corina Caliţa, Oleksandr Vashchenko, Benjamin Kühnert, Hans Anacker, Florin Emilian Caliţa, Isabelle Osenau, Iryna Vashchenko, Damen und Herren des Opernchores, Statisterie
Es spielt das Philharmonische Orchester.
10 Vorstellungen im Zeitraum vom 19. Juni 2026 bis 2. Juli 2026; jeweils 19.30 Uhr
Spielort:
Hof der Alvensleben-Kaserne, Zugang: Karl-Liebknecht-Str. 36, 03046 Cottbus
Hinweise:
Jeweils ab 18.30 Uhr Einlass & Gastronomie
Bei ungünstiger Witterung wird über den Vorstellungsbeginn erst vor Ort entschieden


