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HAMLET - Tragödie von William Shakespeare - LANDESTHEATER NIEDERBAYERN

Premiere im Landshuter Prantlgarten am Freitag, 19. Juni, 19.30 Uh

ES IST WAS FAUL IM STAATE DÄNEMARK Hamlet glaubt, dass sein Vater ermordet worden ist, denn der ist an einer „plötzlichen Krankheit“ gestorben. Als Täter hat er den neuen König und Stiefvater Claudius ausgemacht. Nachts hat er Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten.

© Landestheater Niederbayern

 Hamlet ermittelt und grübelt, zaudert und provoziert. Er spielt den Wahnsinnigen, um seine Rachepläne zu verbergen. Zunehmend gefällt er sich in der Rolle des großen Zweiflers – und geht schließlich in seinem Drang, die Verhältnisse zu ändern, buchstäblich über Leichen. Er verliert den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil und Opfer des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Aus gespieltem wird echter Wahnsinn. Vertrauen kann er keinem mehr. In seiner Besessenheit, den Täter zu entlarven, stürzt Hamlet sich in einen letzten Amoklauf und reißt seine ganze Welt mit in den Untergang. „Der Rest ist Schweigen.“

DIE WELT IST AUS DEN FUGEN Aber was tun? Hamlet kommt dem Willen zur Tat eine diffuse Handlungsunfähigkeit dazwischen: Mal steht ihm das Gefühl, mal das Gewissen, mal das Denken im Weg. Der Wahnsinn, den er bei klarem Verstand als Maskierung wählt, um unerkannt und ungestört nach der Wahrheit zu suchen und seine Rachepläne umzusetzen, frisst sich zunehmend in die Realität. Der Zwang zu Handeln lähmt ihn immer mehr. Im Paradox des handlungsunfähigen Handlungsträgers zeichnet Hamlet eine zeitlos aktuelle Analyse des intellektuellen Dilemmas zwischen komplexem Denken und politischer Tat.

DAS STÜCK DER STÜCKE Hamlet ist das wohl bekannteste Theaterstück überhaupt. Im deutschen Sprachraum kann ihm höchstens noch Goethes Faust den Rang streitig machen. Auch wenn Hamlet 1602 uraufgeführt wurde, ist der Titelheld ein auch heute noch erstaunlich moderner Charakter. Sein Zaudern und seine (Selbst-)Zweifel sind gerade heute, in einer Zeit, die immer unsicherer wird, aktueller denn je.

Die gesammelten Shakespeare-Übersetzungen von Jürgen Gosch und Angela Schanelec sind erschienen in dem Band Shakespeare Stücke im Verlag der Autoren.

Die Vorstellungen finden im Rahmen der Burgenfestspiele Niederbayern 2026 im Landshuter Prantlgarten / auf der Passauer Veste Oberhaus statt. Karten sind nur über die Theaterkassen erhältlich, nicht über den Webshop.

Regie   Markus Bartl     Ausstattung   Philipp Kiefer
Musik   Niklas Handrich

 MIT
Benedikt Schulz – Hamlet, Prinz von Dänemark
Reinhard Peer – Claudius, König von Dänemark
Ksch. Ursula Erb – Geist von Hamlets Vater / Priester
Antonia Reidel – Getrud, Königin von Dänemark
Joachim Vollrath – Polonius, Staatsrat
Julian Ricker – Laertes, sein Sohn
Katharina Schmirl – Ophelia, seine Tochter
Stefan Merten – Horatio, Hamlets Freund
Stefan Sieh – Schauspieler, Fortinbras, Prinz von Norwegen
Katharina Elisabeth Kram – Rosencrantz / 1. Totengräber
Larissa Sophia Farr – Guildenstern / 2. Totengräber / Osric 

 Premiere
Landshut, 19.06.2026
Passau, 03.07.2026
Straubing, 30.06.2026
Einführung
Landshut, 14.06.2026
Passau, 28.06.2026
Straubing, 30.06.2026

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