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"Herr Puntila und sein Knecht Matti" von Bertolt Brecht - Staatstheater Wiesbaden

21.11.2008

Premiere 29.11.2008, 19.30 Uhr, Kleines Haus

Puntila, ein finnischer Gutsbesitzer, ist ein gutherziger und glücklicher Mensch - solange er betrunken ist. Dann liebt er die Menschen und ist ein Freund seiner Angestellten.

Aber wenn Puntila nüchtern ist, wird er ,zurechnungsfähig’. Dann ist er ein Ekel, macht alle Versprechungen rückgängig und will seine Tochter Eva zu einer Geldheirat mit einem langweiligen Attaché zwingen. Ist er wieder betrunken, bereut er seine Hartherzigkeit und versucht, alle mit sich zu versöhnen.

Um der Heirat mit dem Attaché zu entgehen, vertraut sich Eva Puntilas Chauffeur Matti an. Der erklärt sich bereit, ihr zu helfen, und die beiden täuschen ein Techtelmechtel in der Badehütte vor. Doch der Versuch schlägt fehl: nur allzu bereitwillig lässt sich der auf die Mitgift spekulierende Attaché von Evas Unschuld überzeugen. Schließlich jagt Puntila - sturzbetrunken - den unerwünschten Schwiegersohn selbst vom Hof und bestimmt, dass Matti seine Tochter heiratet. Doch dazu muss Eva einen ,Test’ bestehen...

Bertolt Brecht (1898-1956) schrieb ‚Herr Puntila und sein Knecht Matti’ während des Zweiten Weltkriegs, 1940/1941, als er mit seiner Familie im finnischen Exil lebte. Zusammen mit der finnischen Autorin Hella Wuolijoki entstand das Stück nach einer finnischen Vorlage für einen Theaterwettbewerb. Die Uraufführung war am 5. Juni 1948 im Schauspielhaus Zürich.

Intendant Manfred Beilharz inszeniert am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowohl im Schauspiel als auch in der Oper. Während er sich in der Oper bevorzugt Werken zwischen Spätromantik und klassischer Moderne gewidmet hat (zuletzt eröffnete er die Internationalen Maifestspiele 2008 mit Richard Strauss’ ‚Salome’), standen im Schauspiel zumeist große klassische Stücke auf dem Programm (z.B. ‚Der zerbrochne Krug’ und ‚Das Käthchen von Heilbronn’ von Heinrich von Kleist sowie ‚Ein Sommernachtstraum’ von William Shakespeare). Nach Georg Büchners ‚Woyzeck’ in der Spielzeit 2006/07 inszeniert Manfred Beilharz nun einen Klassiker des epischen Theaters.

Regie

Manfred Beilharz

Bühne und Kostüme

Bernd Holzapfel

Musikalische Einstudierung

Ernst August Klötzke

Dramaturgie

Anika Bárdos

Mit:

Puntila, Gutsbesitzer

Rainer Kühn

Eva Puntila, seine Tochter

Lissa Schwerm

Matti, sein Chauffeur

Sebastian Münster

Der Ober/ Der rote Surkkala/ Der Advokat

Gottfried Herbe

Der Richter/ Der Rothaarige

Uwe Kraus

Der Attaché

Jörg Zirnstein

Der Viehdoktor/ Der Probst

Tobias Randel

Die Schmuggleremma

Monika Kroll

Das Apothekerfräulein

Eva-Maria Damasko

Der Kümmerliche

Statisten

Die vier Kinder Surkkala

Statisten

Laina, die Köchin

Stefanie Hellmann

Fina, das Stubenmädchen

Katalyn Bohn

Die Pröbstin

Evelyn M. Faber

Mittwoch, den 03.12.2008, 19.30 Uhr

Sonntag, den 07.12.2008, 19.30 UhrFreitag, den 12.12.2008, 19.30 Uhr

Freitag, den 26.12.2008, 19.30 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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