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"goodbye" - Solotanzstück des israelischen Choreografen Nitsan Margaliot - PATHOS München

Vorstellungen: FR 02. + SA 03. Dezember, 20 Uhr | SO 04. Dezember, 18 Uhr, PATHOS Theater

01.12.2022
Kategorien: Ballett, Deutschland, News

In goodbye begibt sich Nitsan Margaliot auf eine Reise zu seinem Großvater, den er nie getroffen hat. Sein Großvater, der 1920 in Chemnitz unter dem Namen Adolf geboren wurde und im Alter von 18 Jahren während des Holocausts nach Palästina-Israel floh. Sein Großvater, der seinen Namen in Abraham änderte. Nitsans zweiter Vorname ist Avraham, in Erinnerung an ihn.

© Joachim Perez

Und mit dem Namen trägt der Tänzer und Choreograf die Vergangenheit in sich, wohin er auch geht. In seinem Tanzstück stellt sich Margaliot die Frage, wie er sich mit seiner belasteten Vergangenheit als Mensch und Künstler in der Gegenwart eingliedert – und sich in dem Land neu positioniert, aus welchem sein Großvater damals geflohen ist. Wie kann mit der Geschichte von Flucht und Überleben, die seine Familie auch heute noch prägt, umgegangen werden?

goodbye ist eine Zeremonie in fast völliger Dunkelheit. Durch das Zusammenfinden von choreografischen und improvisierten Materialien, poetischen Erzählungen, Gerüchen und Klanginstallationen verwandelt das Stück die angespannte Vergangenheit in ein Verarbeiten, Verzeihen und Wiederfinden. „goodbye“ ist eine Soloarbeit des Tänzers und Choreografen Nitsan Margaliot in Zusammenarbeit mit der Duftkünstlerin Klara Ravat und dem Klangkünstler Gal Hochberg.

Konzept, Regie, Choreographie + Performance: Nitsan Margaliot
Dramaturgie: Laura Kirshenbaum
Choreografische Unterstützung: Juan Corres Benito
Musik: Gal Hochberg
Duftkunst: Klara Ravat
Kostüm: Matthias Nebel
Kreative Produktion: Uta Engel

MEHR ÜBER DEN KÜNSTLER
Nitsan Margaliot (1991, Ramat Gan) ist ein Choreograf, Tänzer und Kurator, der sich mit queeren Archiven, Fabulationen und unheimlichen Begegnungen beschäftigt. Er tanzte im Batsheva Ensemble und in der Vertigo Dance Company. Nitsan hat einen MFA-Abschluss von der University of the Arts in Philadelphia, wo er seine Forschungen über die subjektive Beziehung zur Zeit durch Schriften und Installationen weiterentwickelte. Im Jahr 2020 initiierte er zusammen mit Sasha Portyannikova TouchingMargins.com, ein Alter-Archiv, und zusammen mit Tamar Sonn The Platform, eine Organisation zur Schaffung nachhaltiger Bedingungen für freiberufliche Tänzer in Israel. Im Jahr 2022 war er Co-Kurator der Ausstellungs- und Performance-Reihe Movement Research ACROSS in der Galerie Wedding und Research Resident am Europäischen Zentrum der Künste Dresden HELLERAU sowie am tanzhaus nrw.

Tickets: 25 € Support-Ticket | 17 € Normalpreis | 10 € ermäßigt | 5 € Mindestpreis
Info: Diese Produktion ist für Menschen mit und ohne Sehbehinderung geeignet.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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