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"Gas" - Plädoyer einer verurteilten Mutter von Tom Lanoye - Staatstheater Mainz

Premiere 15.06.2017, 20.00 Uhr, Rhein-Selz-Park. -----

Gas ist der Monolog einer Mutter. Der Mutter eines Terroristen, der einen Giftgasanschlag in der U-Bahn verübt hat. 184 Tote, darunter 70 Schüler und 20 Kleinkinder werden zu Opfern des Anschlags. Der Dschihadist wird noch am Tatort von der Polizei erschossen. Die Mutter erzählt. Sie kann nicht begreifen.

Das Grauen ist nicht fassbar für sie, aber gleichzeitig geht es um ihren Sohn, ihr einziges Kind. Sie erzählt von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter, erinnert sich an die Geburt, die Kindheit und Jugend, die Talente und Eigenheiten ihres toten Sohnes. Sie vergegenwärtigt sich ihre Beziehung zueinander, lässt ihre Liebe, ihr Unverständnis, ihre Fassungslosigkeit zu und rekonstruiert, wie der Sohn ihr langsam abhanden kam, sucht und gräbt in ihrem Gedächtnis nach möglichen Hinweisen, die sie nicht richtig gelesen haben könnte. Nein, sie will kein Verständnis, sie ist nicht auf Mitleid aus. Sie will einfach versuchen, sich über die Worte wieder neu zusammenzusetzen. Ohne seine Taten zu beschönigen und ohne sich selbst zu schonen, macht sie sich zum Spiegel unserer Gesellschaft.

 

Inszenierung: Daniel Foerster

Ausstattung: Mariam Haas, Lydia Huller

Dramaturgie: Malin Nagel

 

Mit: Andrea Quirbach

 

Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr. Zwischen 18.45 Uhr und 19.30 Uhr fährt im Pendelverkehr ein kostenloser Shuttle-Service vom Bahnhof Nierstein.

Wenn Sie mit dem Auto kommen, ist der Weg zur Veranstaltungsstätte ausgeschildert.

 

18.06.2017, 21.06.2017, 27.06.2017, 1.07.2017

 

 

 

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