"Fucking Åmål" von Lukas Moodysson im Hans Otto Theater Potsdam
Premiere 10. Februar 2016, 18:00, Reithalle. -----
Åmål ist das ödeste Provinznest weit und breit, das Ende der Welt. Schule, Eishockey, Knutschen am Sandkasten – das war’s. Alles ist vorhersehbar, nie passiert was, und wenn, dann zwei Jahre zu spät. Elin will da raus. Trotzdem tut sie, was alle anderen Mädchen auch tun: Sie geht neuerdings mit jemandem; ihre große Schwester hat sie mit dem schüchternen Johan zusammengebracht.
Heute abend aber will Elin mehr. Bevor sie zur Samstagsparty aufbrechen, macht sie mit ihrer Schwester einen Abstecher zur Außenseiterin der Schule, Agnes, die heute sechzehn wird. Agnes soll lesbisch sein, und Elins Mutprobe ist, sie zu küssen. Es gelingt, aber der Kuß hat ungeahnte Folgen.
Noch in dieser Nacht kehrt Elin zu Agnes zurück und startet mit ihr in ein aufregendes Abenteuer. Gemeinsam brechen sie auf, per Anhalter nach Stockholm und in eine Achterbahnfahrt neuer Gefühle. Doch das Wunder ist gleich wieder zuende, denn um Fragen zu entgehen, nimmt Elin die Beziehung mit Johan wieder auf. Agnes ist am Boden zerstört.
Und Elin? Die sitzt wieder bei den anderen in der Eishalle, nur, daß jetzt alles noch viel öder ist als vorher. Sie muß sich entscheiden: Soll alles bleiben, wie es ist, oder bekennt sie sich zu Agnes – und offenbart sich nicht nur der Schwester, sondern der ganzen Schule? Auf dem Schulklo kommt es zum Showdown.
Der Film »Fucking Åmål«, das Debüt des schwedischen Regisseurs Lukas Moodysson, wurde vielfach ausgezeichnet; die Coming-of-Age-Geschichte um Elin und Agnes hat seit ihrer Premiere 1998 Kultstatus erlangt.
(13+)
Regie / Bühne Andreas Rehschuh
Kostüme Grit Walther
Dramaturgie Christopher Hanf
Theaterpädagogik Kerstin Kusch
Besetzung
Jessica / Victoria Denia Nironen
Elin Leonie Rainer
Agnes Lea Willkowsky
Marcus / Olof Friedemann Eckert
Johan / Sven Arne Gottschling
