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"Frau Müller muss weg" von Lutz Hübner im Grenzlandtheater Aachen

Premiere 04.11.2010, 20:00 Uhr

Bei Kindern hört der Spaß auf. Da zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht.

Spätestens mit Beginn der Schulzeit werden die Ängste konkreter: Wer den falschen Schultypus erwischt, kann einpacken, ist aussortiert und kommt nicht mehr hoch. Das ist der Albtraum aller Eltern, und dagegen wird gekämpft, mit allen Mitteln, über und auch gerne unter der Gürtellinie. Sachlichkeit und Objektivität spielen keine Rolle, es geht schließlich um alles: um das eigene Kind. Deshalb geht es bei Elternabenden ans Eingemachte. Wann trägt man sonst außerhalb von Familie und Freundeskreis einen existenziellen Konflikt aus? Und dann sitzen alle zusammen im Klassenzimmer zwischen Kastanienmännchen, Laubgirlanden, Tonpapiercollagen und Kuschelecken, und vorne steht der Feind (Frau Müller!). Jetzt muss man zeigen, dass man seine Brut mit Zähnen und Klauen verteidigen kann, man hat so große Töne gespuckt ...

An Elternabenden kämpfen nicht nur Eltern um ihre Kinder, sondern auch immer die Eltern für sich selbst. Deshalb: Frau Müller muss weg!

In der Regie von Harald Demmer spielen

Natalie Forester, Stefan Kiefer, Kerstin Thielemann, Frank Voß, Katharina Waldau und Kerstin Westphal.

Bühne: Manfred Schneider · Kostüme: Manfred Schneider, Heike M. Schmidt

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