Das Ergebnis seines Experiments ist jedoch durchaus ambivalent. Als er seinem »Werk« schließlich von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, packt ihn das Entsetzen und er flüchtet vor seiner eigenen Schöpfung. Handelt es sich um ein dämonisches Monster, geschaffen durch Hybris und zwanghaften Forscherdrang? Oder ist dieses ohne eigenes Zutun in die Welt gesetzte Wesen nicht auch ein verletzliches, sich nach Liebe, Zuneigung und Freundschaft sehnendes Geschöpf?
Vom Prometheus-Mythos der Antike, über die alchemistischen Versuche des Mittelalters bis zu den nicht nur verheißungsvollen Möglichkeiten der Jetzt-Zeit, in der Gentechnik, Biotechnologie und Künstliche Intelligenz rasante Fortschritte machen, – der Wunsch, einen künstlichen Menschen zu schaffen, zieht sich durch die Geschichte und ist heutzutage wohl brisanter denn je.
Regie: Goldie Röll
Bühne und Kostüm: Naomi Kean
Dramaturgie: Magdalena Brück
Mit: Maja Grahnert, Leonard Lange, Alexandra Riemann, Sebastian Zumpe
Weitere Vorstellungen: Di 20.1. / Sa 24.1. / So 25.1. / Fr 30.1. / Sa 31.1. / So 8.2. / Sa 21.2. / So 1.3. / So 12.4.2026, jeweils 19:30 Uhr

