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"Eurydike und Orpheus" - Musiktheater über die Hoffnung auf unsterbliche Liebe mit Musik von Jan Duszyński - Münchner Kammerspiele

Premiere Sonntag, 26.04.2026, 19:00 Uhr, Schauspielhaus

Man wird ja wohl noch auf Unsterblichkeit hoffen dürfen. – Orpheus, dem wohl bekanntesten Sänger der griechischen Antike, gelang es durch die Kunst seines Gesanges, Tiere und Elementarkräfte der Natur zu beherrschen. Doch das Unvermeidliche des menschlichen Schicksals, den Tod der Geliebten, vermochte er nicht abzuwenden.

© Julian Baumann

In einer nicht mehr fernen Gegenwart hat sich die Situation nicht grundlegend verändert: Menschen wissen zwar auf die Sekunde genau, wann sie sterben werden, ihr Todesdatum wird täglich auf medizinischer Grundlage aktualisiert. Aber die Unsterblichkeit des geliebten Menschen bleibt der unerfüllte Traum der Menschheit.

Orpheus ist Präsidentin einer Stiftung, die sich für das Einfrieren unheilbar kranker und toter Menschen einsetzt, um sie zu einem Zeitpunkt wieder aufzutauen, an dem das Problem des Todes gelöst sein wird. Ihre Partnerin Eurydike erfährt bei einer morgendlichen Routineuntersuchung, dass sie nur noch sechzig Minuten zu leben hat. Die verbleibende Zeit möchte sie an Orpheus‘ Seite verbringen. Sie weigert sich, sich einfrieren zu lassen.

Mit ihrem elementaren Musiktheater, einer modernen Fortschreibung musikalischer Traditionen von Monteverdi und Gluck, forscht die polnische Regisseurin Anna Smolar nach den Gründen für menschliches Hoffen: Liegt Rettung in der Schönheit und in der emotionalen Berührung oder in der Hoffnung auf eine Technik für die Unsterblichkeit? Und was macht eine unsterbliche Seele mit einem sterblichen Körper? Die beiden ausgezeichneten und hochmusikalischen Nachwuchsschauspielerinnen Annika Neugart und Elisabeth Nittka singen Eurydike und Orpheus – und verkörpern ein Liebespaar der Zukunft.

Nach einem Libretto von Robert Bolesto 
Übersetzung Libretto Andreas Volk

Regie Anna Smolar
Bühne & Kostüme Anna Met
Musikalische Leitung / Komposition Jan Duszyński
Video Design/ Videokünstlerin Johanna Seggelke
Choreographie Paweł Sakowicz
Licht Design Christian Schweig
Fassung Robert Bolesto
Dramaturgie Viola Hasselberg

Mit: André Benndorff, Franziska Hartmann, Annika Neugart, Elisabeth Nittka, Enes Şahin, Konstantin Schumann, Anja Signitzer

Weitere Termine:
Mittwoch, 20.5., 20:00 Uhr
Montag, 15.6., 20:00 Uhr
Dienstag, 30.6., 20:00 Uhr
Mittwoch, 15.07., 20:00 Uhr

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