Ist es ein sich rasend schnell verbreitender Virus – oder doch die freiwillige Entscheidung für eine einfachere Lebensweise als gleichgeschaltetes Herdentier? Und was wäre eigentlich so schlimm daran? Immer weniger Menschen können der Versuchung widerstehen, denselben Weg zu gehen, wie alle anderen; und bald ist auch Jean ein Nashorn. Einzig Bérenger und seine geliebte Daisy schaffen es, menschlich zu bleiben. Aber wie lange noch?
1958 schrieb der rumänisch-französische Dramatiker Eugène Ionesco mit „Die Nashörner“ sein wohl bekanntestes Theaterstück, das ein Jahr später am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt wurde und längst Eingang in die schulischen Lehrpläne weltweit gefunden hat. Zu Recht! Zeigt es uns doch (auch heute bzw. gerade heute noch), wie schnell einzelne Meinungen zu populistischen Massenbewegungen werden können, deren scheinbarer Logik man sich nur schwer entziehen kann. Ein absurd-humorvolles Plädoyer gegen Anpassertum, Gewalt und Faschismus – und für entschieden mehr Menschlichkeit.
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Inszenierung Petra Wüllenweber
Ausstattung Susanne Ellinghaus
Dramaturgie Ulrike Brambeer
Theaterpädagogik Swantje Willems
Mit Anton Engelmann, Michaela Fent, Markus Löchner, Tabea Mewis, Jens Peter, Timon Schleheck, Jan-Hendrik von Minden und Nika Wanderer
Premiere am Freitag, 16. Januar 2026 um 19.30 Uhr im Großen Haus mit Einführung um 19.10 Uhr im Foyer
Weitere Vorstellungen am 21., 27. und 29. Januar; 06., 12., 18., 22. und 25. Februar; 07., 11. und 29. März sowie am 18. und 28. April, jeweils mit Einführung 20 min. vor Beginn im Foyer

