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EIN VOLKSFEIND in Köln

01.04.2006

Premiere am 06. April 2006 im Schauspielhaus

Ein Stück von Henrik ibsen, dessen 100-. Todestag 2006 gefeiert wird.

Dr. Stockmann, Arzt und Wissenschaftler, hat seiner Heimatstadt ein

einträgliches Geschäft mit einem Heilbad verschafft, das auf seine Anregung

hin gebaut wurde.

Dann findet er allerdings heraus, dass das Bad durch Abwässer verseucht ist. Stockmann will die Gemeinde warnen und versichert sich der Mithilfe der örtlichen Zeitung. Er träumt davon, für seine Aufdeckung der Wahrheit zum Volkshelden zu werden. Stattdessen zieht die Zeitung ihre Unterstützung zurück, schlägt sich auf die Gegenseite und druckt eine lapidare Erklärung des Stadtrates, die die Sache herunterspielt. Stockmann aber lässt nicht locker und

bohrt immer weiter, bis die Stadt ihn einstimmig zum Volksfeind erklärt.

Ibsens 1882 entstandenes Stück unterläuft geschickt den Wunsch nach

Identifikation. Den opportunistischen Repräsentanten der Mehrheit

stellt er in Stockmann einen Idealisten entgegen, dessen Geltungsdrang

und Egomanie seine guten Absichten verdunkeln. Ibsen hat früh erkannt,

worin die fragwürdigen Seiten der Demokratie bestehen. Dass politisch Verantwortliche glauben, sich an den Massengeschmack anbiedern

zu müssen. Dass diese Massen als Wahlvolk zwar Gehör verlangen,

aber Verantwortung ablehnen. Dass die Presse da ihre Freiheit

verliert, wo sie mit der Macht kokettiert.

Regie: Michael Talke | Bühne: Barbara Steiner | Kostüme: Klaus Bruns

Mit: Therese Dürrenberger, Dagmar Sachse, Birgit Walter, Merle Wasmut; Christian

Beermann, Dirk Lange, Jochen Langner, Markus Scheumann

Premiere am 06. April 2006 im Schauspielhaus

Weitere Vorstellungen im April: 08., 10., 19., 23., 28., 30.

Am Sonntag, 02. April findet um 11.30 Uhr ein MAKING OF… DER VOLKSFEIND

mit Mitgliedern des Ensembles und dem Regieteam im Erfrischungsraum

des Schauspielhauses statt.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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