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EIN DEUTSCHES LEBEN von Christopher Hampton - Theater in der Josefstadt Wien

Premiere, Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19.30 Uhr

18.12.2025


Aber wir wollten es ja auch gar nicht wissen.

Nach jahrzehntelangem Schweigen sprach Brunhilde Pomsel im Alter von 103 Jahren zum ersten Mal umfassend über ihre Zeit als Stenotypistin und Sekretärin von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Obwohl Pomsel für einen der größten Verbrecher der Geschichte und für die Führungselite des Nationalsozialismus arbeitete, bezeichnete sie sich selbst immer nur als „Randfigur“ und völlig „unpolitisch“. Auch in den letzten Kriegstagen blieb sie in der bereits zerstörten Stadt und nähte im Bunker die Fahne der offiziellen Kapitulation Berlins. Danach kam sie in sowjetische Gefangenschaft. Bis zuletzt beharrte sie darauf, vom Holocaust erst nach Ende des Nationalsozialismus erfahren zu haben.

Der englische Dramatiker Christopher Hampton hat aus den originalen Gesprächen, die Brunhilde Pomsel mit Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer für den gleichnamigen Film Ein deutsches Leben führte, einen eindrucksvollen Theatertext verfasst. Pomsels Lebensgeschichte stellt die Frage nach der persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen für das politische Zeitgeschehen.

Regisseurin Andrea Breth setzt Brunhilde Pomsels Bericht auf poetisch-assoziative Weise in den Kontext der Zeit zwischen 1929 und 1950. Zusammen mit dem Musiker Adam Benzwi spannt sie Bögen aus bekannten Schlagern, alten Volksliedern und belasteten Heimatliedern zu einem atmosphärischen Schauspiel.
                                                                                                                                                                              
Deutsche Fassung von Sabine Pribil         m BenzwiDramaturgie: Barbara NowotnyLicht: Alexander Koppelmann

Mit: Lore Stefanek (Brunhilde Pomsel)Andrea ClausenFin Holzwart (Tänzer/Sänger)Adam Benzwi (Live-Musiker)

 Peter Buchecker, Robert Chl                  onis, Mark Rayal, Manfred Loydolt, Harald Denkmair (Statisten)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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