Das Ensemble reiste nach Hammerfest in Norwegen, nach Ermioni in Griechenland, nach Ondarroa im Baskenland. Es traf Frauen, die als tragende, aber selten sichtbare Kräfte ihrer Gemeinschaften leben – während die Männer auf See sind. In Gesprächen und künstlerischen Begegnungen sammelte es Lebensgeschichten, vergessene Rituale und mythische Überlieferungen. Was daraus wurde, ist kein Dokumentartheater. Choreografin Jacqueline Fischer hat das Material in eine eigene choreografische Sprache übersetzt: Die Schwammtaucherinnen der Antike, die trotzigen Netzflickerinnen, die rebellischen Meerjungfrauen – Figuren, die archetypisch klingen und doch aus konkreten Begegnungen stammen.
Auf der Bühne verbindet ein Steg aus Treibholz Spielfläche und Zuschauerraum. Projektionen formen den Raum zur Küstenlandschaft. Klangtexturen und Interviewfragmente durchziehen die Szenen. Das Meer ist kein Hintergrundmotiv – es ist das dramaturgische Prinzip: Gezeiten, Wiederkehr, das, was bleibt und was geht.
Choreografie: Jacqueline Fischer | Sounddesign und Musik: Jörg U. Lensing | Tanz: Mariane Verbecq, Julia Monschau, Ángela Matabuena, Antonia Thomsen | Bühne: Nikos Salamouris, Rainer Ortmann | Kostüme: Ensemble in Zusammenarbeit mit Caterina Di Fiore | Lichtdesign: Jeannot Bessiere | Video-Szenografie: Varun Krishnan | Produktionsleitung: Jörg U. Lensing | KBB: Carla Jordão | Produktionsassistenz: Sibel Tunç | Drucksachengestaltung: Ernst Merheim
Dauer: 90 Minuten, ohne Pause · Eintritt: 12.– bis 20.– € Tickets: theaterderklaenge.de/termine
So, 21. Juni 2026 18:00 Uhr, FFT Düsseldorf, Bühne I


