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"Drei Schwestern", Oper in drei Sequenzen von Peter Eötvös (*1944) im Opernhaus Zürich

Premiere 09 Mär 2013, 19:00. -----

«Da flieht das Leben, und jeder Tag ist verloren» – Sehnsucht und Melancholie prägen das Leben der drei Schwestern Irina, Olga und Mascha. Sie sehnen sich nach Moskau, nach der grossen Liebe und nach einer anderen, besseren Existenz.

Doch Andrej, der Bruder, in den sie so grosse Hoffnungen gesetzt haben, verliebt sich in die hysterische Natascha und fristet sein Dasein in der Provinz, statt endlich die versprochene Stelle in der Grossstadt anzutreten: Zurück bleiben zerbrochene Träume eines nie gelebten Glücks.

Der ungarische Komponist Peter Eötvös hat Tschechows berühmtes Drama zu einer klangsinnlichen Oper von grosser atmosphärischer Intensität verdichtet. Er bricht die Chronologie der Tschechowschen Vorlage auf und setzt sie neu zusammen: In drei Szenen werden dreimal dieselben Ereignisse geschildert, jeweils aus dem Blickwinkel einer anderen Figur. So entwickelt sich ein virtuoses Spiel voll wundersamer Spiegeleffekte über das Aussen und Innen der Protagonisten, über wirkliches und geträumtes Leben, reale und empfundene Zeit, Monotonie und tragikomische Verzweiflung. Eötvös hat auch den Klangraum seiner Oper suggestiv geweitet: Im Orchestergraben sitzt ein kammermusikalisch besetztes Ensemble, auf der Bühne, im Rücken der Sänger, ist ein zusätzliches Orchester platziert.

Die Uraufführung der Drei Schwestern (Tri Sestry) 1998 in Lyon war ein Sensationserfolg. Inzwischen gehört Eötvös’ Oper zu den am häufigsten nachgespielten Stücken der vergangenen Jahrzehnte.

Der Schauspieler und Regisseur Herbert Fritsch, der am Berliner Theatertreffen 2011 mit gleich zwei Inszenierungen vertreten war, inszeniert am Opernhaus Zürich zum ersten Mal im Musiktheater. Die musikalische Leitung hat mit Michael Boder ein erfahrener Kenner zeitgenössischer Musik

Libretto von Claus H. Henneberg und Peter Eötvös, nach dem gleichnamigen Drama von Anton Tschechow

Musikalische Leitung Michael Boder

Co-Dirigent Peter Sommerer

Inszenierung Herbert Fritsch

Bühnenbild Herbert Fritsch

Kostüme Victoria Behr

Lichtgestaltung Franck Evin

Dramaturgie Sabrina Zwach

Beate Breidenbach

Philharmonia Zürich

Irina Ivana Rusko

Mascha Anna Goryachova

Olga Irène Friedli

Natascha Rebeca Olvera

Baron Tusenbach Krešimir Stražanac

Verschinin Cheyne Davidson

Andreij Elliot Madore

Kulygin Erik Anstine

Doktor Martin Zysset

Soljony Reinhard Mayr

Anfisa Dimitri Pkhaladze

Rodé Dmitry Ivanchey

Fedotik Andreas Winkler

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