Seit 2020 schreibt die Kärntner Kulturstiftung (KKS) als erste allgemeine gemeinnützige Kulturstiftung Österreichs im Rhythmus von zwei Jahren einen österreichweiten OPEN CALL aus, der mit einer Gesamtsumme von Euro 200.000 dotiert ist. Der 4. OPEN CALL 2026/2027 steht ganz im Zeichen von Peripherien im Wandel. Mit dieser offenen Ausschreibung sucht die KKS herausragende gesellschaftlich relevante Kulturprojekte, die nachhaltig wirken und weit über Kärnten hinaus Strahlkraft entwickeln können. Ziel ist es, Kärnten als Kulturland national und international noch stärker sichtbar zu machen. Für die Umsetzung der Projekte steht ein Zeitraum bis August 2028 zur Verfügung. |
ZUM THEMA PERIPHERIEN IM WANDEL Wandel ist Lebendigkeit, Veränderung die Grundlage alles Seins. Zurzeit erschüttern komplexe gesellschaftliche Krisen, ökologische Veränderungen und die Infragestellung und Aushöhlung demokratischer Errungenschaften, Werte und Prozesse unser Vertrauen in eine gute, chancenreiche Zukunft. Und mit Recht fordern junge Generationen immer vehementer die solidarische Sicherung lebensnotwendiger Ressourcen und angemessener Entwicklungsmöglichkeiten als Grundlage für ein ausreichend gutes, friedliches und erfülltes Zusammenleben. Der gemeinsame Einsatz dafür ist ein generationenübergreifender Auftrag. Eine wichtige Voraussetzung für Zuversicht und die Mobilisierung individueller und kollektiver Kräfte ist die Zugänglichkeit und Erschließbarkeit entsprechender Entwicklungsräume. Sie müssen in urbanen wie ländlichen Gebieten gleichermaßen besichert und auch neu geschaffen werden. Spaltende Handlungen und Haltungen, Abgrenzung und die Vertiefung von Gegensätzen wie z. B. zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“ sind dafür kein probates Mittel. Sie verstärken vielmehr soziale Verarmung, fördern das ökonomische Ungleichgewicht und die Erosion des Gemeinschaftsgefühls. Dagegen eröffnet ein kontinuierlicher Strukturwandel längst neue, gegenläufige Perspektiven: Die sogenannte „Peripherie“ wird wiederentdeckt. Digitale Vernetzung und kreative Netzwerke lassen eine neue Mobilität zu und machen es möglich, Arbeit – und so auch kulturelle Arbeit – außerhalb urbaner Zentren zu verankern. Der ländliche Raum ist nicht nur persönlicher Rückzugsort, sondern wird zum Labor für Zukunftsmodelle – abseits der urbanen Verdichtung und jenseits überkommener Klischees. Das „Weggehen“ und „Zurückkommen“ ist schließlich Teil vielfältiger Lebensentwürfe, die Stadt und Land – „Zentrum“ und „Peripherie“ – miteinander verbinden. Mobilität kann so auch als zirkuläre Bewegung gedacht werden – als Pendeln zwischen Räumen, Erfahrungen und Identitäten, die sich gegenseitig bereichern. |
Seit 2020 schreibt die Kärntner Kulturstiftung KKS im zwei Jahrestakt österreichweit einen mit 200.000 Euro dotierten OPEN CALL aus. Ziel ist es herausragende künstlerische Ideen, Talente und freie Kulturinitiativen, innovative, zukunftsorientierte Projekte und Produktionen mit nationaler und internationaler Ausrichtung zu fördern. |
TEILNAHMEBEDINGUNGEN Die offene Ausschreibung richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende, an Kunst- und Kulturvermittler*innen, Einzelpersonen, Kulturvereine, Arbeitsgemeinschaften, Künstler*innen, kollektive und andere Kulturorganisationen aus allen Kunstsparten, die ihren Sitz in Österreich laut amtlichem Meldezettel haben. Die Bandbreite der förderbaren Projekte erstreckt sich über jede Art von Kulturvorhaben in den Bereichen Musik, Literatur, darstellende und bildende Kunst, Tanz, Film und Neue Medien, Bau- und Volkskultur. Die Förderungen werden zusätzlich zu und unabhängig von der öffentlichen Kulturförderung vergeben. Für die Umsetzung der geförderten Projekte steht ein Zeitraum bis August 2028 zur Verfügung, der Hauptteil der Projektumsetzung muss im Gebiet des Bundeslandes Kärnten stattfinden. |
• Barbara Putz-Plecko (Vorsitzende des Kuratoriums), ehemalige Vizerektorin der Universität für angewandte Kunst in Wien • Bruno Strobl, Komponist • Julia Schuster, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Privatstiftung der Künstler*innen Stadt Gmünd • Cvetka Lipuš, zweisprachige Literatin |
VERFAHREN Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Das Kuratorium empfiehlt dem Stiftungsvorstand sechs bis acht Projekte. Nach einem geladenen Hearing bei dem die Bewerber*innen ihre Projekte vorstellen, findet die gemeinsame endgültige Auswahl der Siegerprojekte statt. |
EINREICHSCHLUSS UND AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN Eingereichen ab sofort in digitaler Form möglich. Einreichschluss 17. April 2026 um 23.59 Uhr Anfragen zur Ausschreibung office@kulturstiftung.at Ausschreibungsunterlagen www.kulturstiftung.at |
DIE KÄRNTNER KULTURSTIFTUNG LÄDT MIT 200.000 € ZUM 4. OPEN CALL. THEMA: PERIPHERIEN IM WANDEL
Einreichschluss 17. April 2026 um 23.59 Uhr
15.01.2026
EINE OFFENE ÖSTERREICHWEITE AUSSCHREIBUNG FÜR ALLE KUNSTSPARTEN. EINREICHUNG AB SOFORT IN DIGITALER FORM UNTER www.kulturstiftung.at

